Neueröffnung des coa Dortmund – Hongkong Küche

Vorgeplänkel

In Dortmund hat ein weiteres Restaurant aufgemacht: Am Friedensplatz direkt im Herzen Dortmunds eröffnete das coa Dortmund, welches uns asiatische Küche näher bringen soll. Es ist inspiriert durch die Küche Hongkongs, welche die beiden Gründer des Franchise-Unternehmens „coa Asian Food & Drinks“ in ihrer Kindheit kennengelernt haben.  Ob das ein Garant für authentisches, und vor allem schmackhaftes, Essen ist? Schauen wa mal, woll?!

Am 31.08 ist erst die offizielle Eröffnung, aber bereits im Vorfeld haben sie heimlich geöffnet – die Gauner!  Ich Fuchs habe das natürlich mitbekommen und berichte hier für euch. Lest hier meinen Eindruck der Lokalität und einer Auswahl der Speisen. Viel Spaß!
Unzählige weitere Restauranttests findet ihr hier auf meinem Blog, aber auch bei Google-Maps (Google+).

Ich freue mich immer über Kommentare!

 

Lokalität

Die Einrichtung gefällt mir sehr gut. Sie ist klar strukturiert, stimmig und versprüht etwas den Charme einer Hongkonger Straßenszenerie. Die bunten Kissen, die Tische sowie die Wanddeko und Anstriche gefallen mir. Zusätzlich wirkt es irgendwie auch „rostig“ und beabsichtigt „schäbig“. Versteht mich nicht falsch: Das ist gewollt und toll! Auch die hohen Decken gefallen. Es wirkt tatsächlich alles etwas wie auf den Straßen Hongkongs oder eher, wie man es sich vorstellt – Einrichtung gelungen!

Es gibt mehrere Essbereiche und Anordnungen von Tischen. So können Paare, aber auch größere Gruppen ein schönes Plätzchen finden. Die Toiletten sind sauber und die Holzvertäfelung vor der Tür ist ein Plus. Ich mag solche schön eingerichteten Toiletten. Sie sind immer ein Aushängeschild für eine ansonsten auch höherwertige Einrichtung. Stinken die Toiletten, ist das kein gutes Zeichen.

Draußen gibt es ebenfalls einige Möglichkeiten zum Sitzen – schön der Ort am Friedensplatz Dortmund. Wenn die Sonne scheint ist es ja fast perfekt. Am besten stellt man ein Auto mit dem Auspuff Richtung Tische, für den authentischen Smog.

Der Außenebereich des coa Dortmund

Die Speisen

Die Auswahl der Speisen ist wie man sie erwarten würde. Es gibt gedämpfte Teigtaschen, auch Dumplings genannt, Suppen, Nudelgerichte, Currysn Wokgerichte oder auch Salate und anderes. Nicht alles ist typisch chinesisch, aber stimmig,

Preislich sollte man sich auf etwas mehr Geld einstecken. Gerade die „Asian-Tapas“ sind ziemlich teuer, wenn man die Portionsgröße bedenkt. Dafür hat man natürlich den Vorteil, eine große Auswahl auf dem Tisch zu haben. Es ist ja oft weniger das Material/die Zutaten die man bezahlen muss, sondern mehr die Zubereitung und Bedienung etc. Mehr kleine Speisen verbrauchen z.B. mehr Teller, welche angerichtet, gebracht, gespült usw… werden müssen. Ob man für diese Art Essen mehr ausgeben möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Es gibt neben den üblichen Getränken z.B. auch hausgemachte Limonade, was ebenfalls ein Plus ist und asiatisches Bier. Prost! (oder was auch immer man in Hongkong da sagt).

Aber eine Frage kommt auf: Warum gibt es keine Schweinefüße in Gelee oder Hühnerfüße 🙂 ?

Geschmack & Test

Ich habe mir bestellt, um mir einen kleinen Eindruck zu machen: Zwei verschiedene Dumplings (Garnele und Hähnchen, je 1,40 €) , eine Sommerrolle („theoretisch“ u.a. mit Avocado und Mango für 2,50 €), sowie die gegrillte Hähnchenkeule (Ayam Goreng, 2,00 €). Auf folgenden Fotos könnt ihr euch einen „genaueren“ Eindruck machen, wie das Essen aussah. Einfach draufklicken!
Die Dumplings waren ziemlich mickrig. Ich finde den Preis total überzogen für so kleine Teile.
Zwei Mini-Dumplings, Teelöffel groß (der kleinere)

Wenigstens war die dazu gereichte Hosin-Sauce lecker, wobei die Dumplings im coa Dortmund geschmacklich selbst auch okay waren, nur eben einfach viel zu teuer für die Größe – Asian Tapas hin oder her. Für 2 $ habe ich mich in New York in Chinatown von einem waschechten Asiaten satt-kochen lassen, da gab es 7-8 Dumplings für, hier gibt es gerade mal einen… Da störte es auch nicht, dass der Laden in NY nachher vom Gesundheitsamt der Stadt dicht gemacht wurde – Ratten gibt es schließlich überall in NY. Man kann sich auch anstellen 🙂 Selten habe ich besser für so wenig Geld gegessen. Wobei man muss natürlich sagen, dass man dort auch nicht bedient wurde und die Dumplings in einer Styropor-Box gereicht wurden…

In NY wurde ich nicht wie im coa Dortmund (etwas zu oft) gefragt ob es schmeckt – das ist das Service-Plus.

Sommerrolle und Hähnchenkeule im coa Dortmund

 

Der Preis für Hähnchenkeule und Sommerrolle waren hingegen in Ordnung. Gerade die Hähnchenkeule war besonders schmackhaft. Sie war gut gegrillt, zart und die Marinade außen war absolut fantastisch. Ich glaube die Soße auf der Hähnchenkeule war das leckerste überhaupt im coa Dortmund. Aber auch die Sommerrolle war sehr gut, wobei ich von der Avocado und Mango nichts mitbekommen habe… waren die echt drin? Die Karotten innen drin waren knackig und außen die Erdnusssauce, sowie die Deko haben nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch begeistert.
Wo war bloß Avocado und Mango…?! Wohl zu teuer um viel reinzumachen…

 

Letztlich kann man sagen, dass man etwas mehr an Geld in die Hand nehmen muss für einen Besuch im coa Dortmund. Dann kann man sich satt essen und bekommt optisch und auch geschmacklich leckeres Essen geboten. Ob das jetzt alles authentisch ist, sei er mal dahin gestellt, denn ich behaupte einmal, dass es so auch nicht in Hongkong aussieht und schon für unseren heimischen Gaumen und die Optik „angepasst“ wurde. Wie gesagt ich kenne den Vergleich zu Chinatown, wobei ich da wirklich behaupten kann, dass das authentisches Essen war wie ich es mir vorstelle.
Letztlich gibt es aber eben eine tolle Einrichtung, eine schöne Atmosphäre, nettes Personal und für den einen oder anderen Euro mehr auch gutes Essen.

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist
Wer was wissen will muss fragen!

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