No More Rice Dortmund – kein Reis, dafür Hühnerfüße!

Vorgeplänkel

Und Mal wieder hat es mich in die Ferne gezogen – gen Asien/China. Doch musste ich nicht in ein Flugzeug steigen sondern nur in die Märkische Straße 62 in meiner Heimatstadt Dortmund (WUHUUUU DORTMUND!!!) fahren. Vor ein paar Wochen eröffnete das No More Rice Dortmund, welches gewissermaßen ein Ableger des Miss Mai² ist, welches sich bereits im Kreuzviertel einen Namen mit etwas anderer asiatischer/chinesischer Küche gemacht hat. Tatsächlich war ich nie da, aber da sich die beiden Läden eh hinreichend Unterscheiden, wobei das No More Rice mehr Restaurant als Cafe ist, kann ich es so ganz unvoreingenommen testen. Das Miss Mai² kommt auch noch 🙂

Aktuelle Ausgeh-Tests von mir:

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No More Rice Dortmund

An einem Mittwoch um 18 Uhr ging es also ins No More Rice Dortmund – Parkplatz-Suche inklusive. Die Märkische Straße ist eine Katastrophe für Leute die einen Parkplatz suchen! Geht zu Fuss oder nehmt den Heli (so wie ich).

Öffnungszeiten

  • Mo, Di, Do, Fr 12-15 und 17-22 Uhr
  • Sa & So, 12-22 Uhr
  • Mi. Ruhetag
  • Mittags gibt es eine eingeschränkte Speisekarte.

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Das No More Rice

Direkt beim Eintreten fällt die imposante Deckenbeleuchtung mit den chinesischen Papierschirmen ins Auge, welche dem Restaurant ein wunderbares, warmes Licht verleihen. Apropos Licht… Diese leuchtenden Glasfasern an der Decke bzw. Gang runter zum WC sind toll. Sehr schick! Selten habe ich ein so stimmiges Restaurant betreten.

 

 

Und wo wir beim Thema Toiletten sind: Nicht so super wie z.B. im Mit Schmackes mit eigener Musik, aber das Waschbecken sieht cool aus und das “Design” im Ganzen ist dem Restaurant angelehnt. Rot und schwarz.

Das Restaurant ist mit kleinen und großen Sitzgruppen mit simplen aber sehr stilvollen Tischen und Deko ausgestattet. Das Besteck ist vllt das schönste das ich jemals hatte. Sogar mit eigenem Logo!

 

Die Bestellung

Es gab eine kurze Einweisung vom Personal in die zerknüdellte Speisekarte (soll wohl “so ein Ding” der Chefin sein) und das Konzept allgemein. Asian Tapas, also kleine Portionen zum Teilen. Da ich mich mit meiner eigenen Gesellschaft begnügen musste, gab’s einen Rundumschlag: Hefebrötchen mit Chili Bohnen Dip, Hühnerfüße (wo gibt’s sowas denn schon mal?! Musste ich probieren, auch wenn ich Angst hatte) und dazu handgemacht Teigtaschen mit Ente Erdnuss und süßer Sauce. Schaut in die Speisekarte (aufs Bild unten klicken), da könnt ihr nachlesen was genau drin war.

Die Speisekarte muss erst entfalten werden

Als Getränk gab es etwas was sich “Tee” nannte aber eher eine Art Soja-Milch war mit gerösteteten Walnüssen, Pinienkernen usw. Die Bestellung wurde schnell bearbeitet vom netten Personal (welches nicht 100 % dem Deutschen mächtig war – finde ich gut, wirkt authentischer ) schnell gebracht. Man muss aber ja auch sagen dass der Aufwand bei den Speisen nncijt sehr hoch ist. Nach ca. 15 Minuten hatte ich alles.

Hier findet ihr übrigens ein kleines Video von meinem Besuch: https://youtu.be/ymO00FeD-to

 

Der Geschmack

Also ich kann direkt festhalten: Alles sah sehr schön aus (selbst die Hühnerfüße sahen nicht so grausam aus wie man es erwartet, man darf nur nicht zu lange hingucken). Brötchen und Teigtaschen kamen im Bambus-Dampf-Korb-Dings-Bums-Mopped, die Hühnerfüße in einer dekadenten Schale. Sehr beeindruckend: Der Tee im Steingefäß. Man möge mir Luft zuwedeln während ich speise!

Zum “Tee” kann ich euch auch sagen: Lecker! Leicht süßlich und cremig, feine nussige Noten und einfach gut. Kein Tee, eher eine Art Nachtisch in Form eines Getränkes, aber soll mir egal sein. 3,50 €.

Okay, kommen wir zum Eingemachten: Die Hühnerfüße! Sechs an der Zahl in einer Art Sojamarinade (angeblich mit Chili, aber da merkte man nichts von (allgemein hat nichts “Wumms” gehabt)). Wie man es erwartet war es ein mageres, knorpeliges und relativ fettiges Erlebnis. Nichts für mich. Zu viel Arbeit nur um dann eh nur Fußhaut oder Knorpel zu essen. Die Füße schmeckten prinzipiell schon wie Hähnchen (was ja durchaus Sinn ergibt), wobei die Marinade den Geschmack dominiert. Wer nicht zu lange hinguckt und sich für Knabberei, Knorpel und dezenten Glibber begeistern kann, der soll es Mal ausprobieren. Oder ihr seid einfach mal mutig und neugierig wie ich – auch dann bestellen. Knapp 6 € dafür. HUUUI!

Das Hefebrötchen war luftig, locker, etwas zu trocken für meinen Geschmack, auch wenn es gedämpft war. Es sah optisch gut aus. Das Highlight war hier eher der Bohnen-Chili Dip. Saugut das Zeug! Habe ich pur gefuttert. Brötchen ist ne nette Beilage, für sich selbst hat es kaum eine Daseinsberechtigung. knapp 3 €

Ebenfalls ein Highlight im No More Rice Dortmund: Die Teigtaschen. Nur vier an der Zahl für fast 6 € ziemlich hochpreisig, aber auch ziemlich super! Ganze Erdnüsse, dezenter Geschmack nach Ente und Feige und dann die Süße dazu… Eine tolle Kombination! Auch die könnt ihr sehr gerne probieren!

Am Ende war ich leider kaum satt, trotzdem ich alles in allem 18,60 € auf den Tisch legen musste. Zu viel Geld für die Menge, auch wenn die Qualität erhaben war. Das Erlebnis an sich ist es wofür man zahlt. Vermutlich auch irgendwo “der Name”. Das Ambiente, die oft passende Musik (Anfangs lief was Lounge-mäßiges, dann Rock oder so. WTF? ROCK?), die tolle Deckenbeleuchtung, die schön angerichteten Gerichte… Das ist das wofür es sich lohnt ins No More Rice Dortmund zu gehen. Am besten vorher einen Döner als Basis essen…

 

Fazit

Das No More Rice Dortmund bekommt vier von fünf Sterne von mir. Das Essen war gut, das Ambiente war ebenfalls gut, wobei es beim Essen auch Schwächen gab. Das Hefebrötchen war nichts besonders, die Hühnerfüße sind eher ein Gag, dafür waren Teigtaschen, Dip und Getränk großartig. Allerdings ist der Preis für die Mengen zu hoch. Wegen dieser Gründe ein Stern Abzug.

FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist Wer was wissen will muss fragen!

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