Ausgeh(Ess-)-Check: Kartoffelpott die zweite

Vorgeplänkel

Als ich noch jung und knackig, und noch nicht fast 30 war (also Anfang des Jahres 😀 ), habe ich hier auf meinem Blog vermehrt Restaurant-Tests durchgeführt. Grund dürfte klar sein: Viele Interessenten! So wird inzwischen zwar jeder Restaurant-/Imbiss-Check von Low-Carb-Rezepten was die Klicks angeht locker in den Schatten gestellt, aber zumindest für mich ist es schön, mal wieder über ein Restaurant/eine Futterstube zu schreiben. Meistens promote ich meine Artikel über Facebook, da gibt es logischerweise in den Low-Carb-Gruppen mehr Mitglieder als in „Dortmund“-Gruppen. Naja, einige tausend können es aber auch da mal werden… Lange Rede, kurzer Sinn, einer meiner ersten Besuche war die Neueröffnung des Kartoffelpotts in der Kaiserstr. 21-23 am 1. April – kein Scherz, da war wirklich die Eröffnung ;-). Also echt jetzt! Ich empfehle euch, vorher den Artikel zu lesen, um den „Wandel“ nachvollziehen zu können, und grob in das Konzept eingeführt zu werden, wie es am Anfang war. Wobei ich folgend eigentlich alles nochmals erläutere. Ich schreibe zu gerne (und lieber viel, als grammatikalisch korrekt – das nervt 😀 ) SOOO viel geändert hat sich aber übrigens nicht. Es ist immer noch einfach zum stampfen-gut! Warum aber einen zweiten Bericht?! Nun… es hat mit einer Wurst zu tun.

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Also keine Panik – da steckt kein Hintergedanke.

Ich war jedenfalls neulich wieder mal da, und habe mir für den Besuch vorgenommen zu erfassen, wie der status quo ist. Übrigens ist der Grund, warum ich konkret an dem Tag gegangen bin, sehr „curryos“: Es gab als Aktion den Currywurst-Pott!

Ey, Hallo? Dortmund, Ruhrpott, Stampfkartoffeln, Currywurst, in einem Pott, und n Löffel dazu!? Hell Yeah, wenn das kein Grund war um hinzugehen!

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Blick auf den Kartoffel Pott von der City aus

Konzept

Hier verweise ich unbedingt nochmals auf meinen ersten Bericht, wobei es ein paar Änderungen gibt, welche ich hier erläutern will. Kernaspekt (und meine große Liebe) des Potts war es, dass man Stampfkartoffeln als Basis bekam (mit Milch, Sojamilch, Kondensmilch etc. (gibts inzwischen nicht mehr, jetzt nur noch ohne „Verflüssigung“ 🙁 ), und diese dann mit individuell zu wählenden Beilagen „upgraden“ konnte, wobei deren Preis von der Art der Beilage abhing. Fleisch war logischerweise teurer als ne Kelle Möhrchen. Ich fand das war gerade das saugeile an dem Laden. Alles wild wählen, ab in Pot, umrühren und losspachteln! 

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Eine Auswahl der Beilagen

Folgend meine selbst-zusammengestellte Kombi am Eröffnungstag: Kartoffeln mit Milch gestampft, Erbsen und Möhren, Kochschinken und Schweinegulasch – sehr genial! Alles verpackt in einem praktischen Henkelmann, der sogar Regen abhalten würde.

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Mein „Eröffnungs-Pott“ am 1.4.

Dieses Selbst-Wähl-Konzept wurde nun „entschärft“, bzw. Fertig-Pötte stehen nun mehr im Fokus. Folgend seht ihr die „Möglichkeiten-Übersicht“ auf der Tafel im Laden, sowie die Preise dazu.

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Sympathisch mit „Kreide“ geschrieben – die Menükarte

Viele Leute waren wohl überfordert durch die Auswahl. Das ist nachvollziehbar, so ist diese doch recht groß. Andererseits ärgert es mich, dass durch die Unfähigkeit mancher Leute alles etwas „abgeändert“ werden musste. Nun gibt es dieses „Selbst-Misch-Konzept“ als „Finger-Weg-Pott“ in groß oder normal (Menge der Kartoffeln), + 2 oder 3 Beilagen, wobei „Premium“-Zutaten und -Saucen extra kosten. Je nachdem was man nimmt, kommt man recht günstig weg, kann aber auch locker über 8 € ausgeben. Aber dann hat man auch einen Pott a la Kartoffeln mit Fleisch und Fleisch, dazu Fleisch. Das kostet dann nun mal etwas mehr. Daran ist aber auch erkennbar, dass die anfänglich sehr humanen Preise angezogen haben. Hier weiß ich aber, dass dies teils der Qualität zu schulden ist, denn sehr vieles wird täglich frisch gekocht, wie z.B. das Chili,  das Gulasch oder die Currywurst-Sauce, welche ich zuletzt hatte. Trotzdem werde ich nie wieder meinen obigen Pott für günstige 5,90 € bekommen (Eröffnungsangebot). Nun müsste ich 7,50 € zahlen.

Fertig-Kram gibt es übrigens nicht/kaum – ein Pluspunkt. Okay, die Möhren sind nicht aus dem eignen Garten, aber ohne Witz… ich mag die aus der Dose eh am liebsten, wobei man die hier nicht bekommt! Die sind hier glaube ich gefroren. Das dient der Optik und haben so haben sie auch mehr Vitamine als das „eingedoste“.

Folgend (klickt da drauf) mal eine Übersicht über die Beilagen:

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Eine Auswahl der Beilagen – ständig im Wandel. PC: WO IST DAS EI/SPIEGELEI/RÜHREI????

So viel zu der Qual der Wahl. Im Fokus stehen also Fertig-Pötte, was nicht heißt, das sie bereits fertig sind (pssst… es heißt er nimmt Erasco-Dosen und macht sie nur auf! Kleiner Spaß… die sind von Sonnen Bassermann 😉 ), sondern, dass deren Zusammenstellung vom Chef und der Chefin (die hat ihren eigenen Pott, ich will auch einen 🙁 ) bereits erledigt wurde.

Exkurs: Vorschlag für den „FoodLoaf-Pott“: Stampfkartoffeln mir gebratener türkischer Sucuk-Knoblauchwurst, Paprika und Spiegelei! Boah geil…

Apropos Spiegelei… warum zur Hölle gibts das nicht als Beilage? Stampfkartoffeln? Spiegelei? Hallo? Das ist ja, als wenn es in einer Eisdiele kein Vanille gibt… und wo verflucht ist der Spinat??? Da kann auch gerne der billigste gekaufte mit Blub her, schmeckt eh am besten! Ketchup zur Selbstbedienung wäre auch cool! Man, ich bekomme gerade mega Hunger…

Und auf folgendem Bild sehr ihr die „Standard-Pötte“. Je nach Tag, Wetter, Lust und Laune kommen aber auch „Special-Pötte“ für einen Tag, eine Woche, oder bis alles weggefuttert ist, in das Programm. Das wird dann per Facebook angekündigt – so habe ich rechtzeitig von dem Currywurst-Special erfahren!

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Die Standard-Pötte, können auch mal variieren in der Auswahl

Die Auswahl der Pötte ist super. Von guter Hausmannskost (Oma´s Pott), weiter gen Westen nach Mexiko, und gen Osten nach Asien. Es ist für jeden Geschmack was dabei. Und mit dem griechischen Pott unterstützt man auch die Griechen…mal wieder… irgendwo zumindest 😀 Pardon, für fast jeden Geschmack ist was dabei – außer man will etwas mit/aus Ei haben… dann schaut man in die Röhre.

Der Chefins Pott steht übrigens auf Rang 1. Das mag daran liegen, dass er angeblich der beliebteste ist. Aber wer weiß, vllt. darf der Chef sonst nur noch auf der Couch, statt neben der Chefin, pennen, wenn er sie auf Platz 2 versetzt? Wer weiß… 😀 Wobei wäre die Oma dann auf Platz 1? Vllt. gibt es dann mehr Geld im Schuh zu Nikolaus?! Geld oder Liebe? Ach was auch immer…. 😉

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Frischetest bestanden! Sieht knackig aus. Die Paprika ist wohl auch selbst-geschnibbelt!

Getränke werden natürlich auch geboten, wobei deren Auswahl kürzlich umgekrempelt wurde. Folgend ein Bild dazu:

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Die Getränke

Mir persönlich missfällt die Auswahl, weil es alles Getränke sind, die auf „cool“, angeblich „gesund“ usw. getrimmt sind. Ohne scheiß, n Glas Kranwasser mit ner Brausetablette ausm DM bringt mehr als diese dubiosen Vitaminen-Wässerchen. Naja, wenigstens ne ordentliche Ruhrpott-Coke gibt es, und die Lemonade soll ja auch ganz gut sein.

Lokalität

SAMSUNG CSCDer Pott
Der Pott

Gelegen am Anfang der Kaiserstr. (21-23), (von City aus), hat der Laden eigentlich eine so ziemlich perfekte Lage. Auch das Klientel der Kaiserstr., bzw. Besucher dieser, dürften damit gut abgedeckt sein. Und nah genug an der City ist es auch, um da mal flott hinzu“stampfen“.

Wer allerdings am Wochenende den Alkohol nach der Disco mit Stampfkartoffeln, statt Döner, aufsaugen will, wird enttäuscht, denn…

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Öffnungszeiten (Stand 11.08.2015)

Folgendes Bild zeigt euch das reichhaltige Platzangebot…

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Klein und gemütlich – die Sitzecke

… und vor dem Laden noch etwas…

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Wer gerne Leute beobachtet und beobachtet werden will, findet draußen die perfekten Plätze!

Das war es mit dem Platz! Aber das ist völlig irrelevant, weil es klar „to-go“-Essen ist. Ich hingegen finde es super, dass es so klein ist. Klein, gemütlich, und in sich stimmig, was vor allem der Einrichtung geschuldet ist. 3-4 Stehplätze gibt es aber übrigens auch. SCHEIßE! Jetzt gerade, beim xten Korrektur-lesen/durchlesen kommt mir eine geile Idee: „Special Guest“: Oma. Ich hoffe, dass die werte Oma des Chefs noch rüstig ist, und als „Special Guest“ den Kunden ihren Pott überreichen könnte. Das wäre mal ein Marketing-Knaller 😀

„Omas Pott proudly presented by Oma“.

Aber ich schweife mal wieder ab…

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Der Schrank ist eh das beste am ganzen Laden… Nennen wir ihn „Würzbar“ 😀

Test

Ich hatte wie erwähnt über Facebook von der Ein-Tages-Aktion mitbekommen, dem Currywurst-Pott!

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Aktionen werden auch Außen angeschlagen

Ich war direkt zur Öffnung um 11.30 Uhr da, wo mich ein Mitarbeiter freundlich begrüßt hat. Ich wählte den großen Pott, weil ich schon was brauche um satt zu werden. Gute Esser sollten den großen nehmen, der kleine ist aber auch nicht so viel kleiner, und sättigt die meisten Leute sicherlich auch.

Geil wäre es ja, wenn man sich für 10 Cent Aufpreis die Kartoffeln per Hand stampfen lassen könnte (hat zwar was von Sklaverei, aber da ja eh alles immer mehr verweichlicht… ein bisschen böse muss man ja sein 😉 ). Gibt es nicht, aber ich konnte den perfekten Augenblick des „Stampf-Prozesses“ festhalten, der mich mehr als entschädigte!

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„press“

In 2-3 Schichten geschichtet, kam dann der „Wurst-Eintopf“ zu den gepressten Kartoffeln (gestampft sind sie ja eigentlich nicht…). Die Currywurst war bereits klein geschnitten und in Sauce. Fertig war der Pott, siehe folgendes Bild.

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Ansehnlich geht anders, aber so will man es ja auch haben! – Ich finds super!

Zugegeben, es sieht nicht appetitlich aus, aber wer Stampfkartoffeln mit Currywurst bestellt, sollte genau so was erwarten. Ich habe genau das erwartet – perfekt. Fehlt eigentlich nur n Schlag Mayo 😀

Der Name des Pottes wurde dem Geschmack gerecht: Currywurst auf Kartoffeln – simple but good! Nun ist es so, dass meiner Meinung nach gerade was die Zubereitung von Currywurst angeht sich die Geister scheiden. Die einen mögen es süß, die anderen würzig, die anderen richtig scharf. Mir persönlich war die Sauce zu süß und zu wenig scharf/würzig. Das ist aber eben Geschmacksache. Es soll ja Leute geben die die Currysauce echt mit Cola kochen – gar nicht meins.

Ordentlich Wurst war jedenfalls drin, wie erwähnt, auch in mehreren Schichten. Das ging schon Richtung eine ganze Wurst – da kann man nicht meckern, und der Pott war fast am überquellen, wobei die angepriesenen ca. 700 g um knapp über 50 g unterboten wurden. Ich frag mich gerade wie da überhaupt 700 g reinpassen sollen, vor allem wenn man Zutaten mit mehr „Luft“ in den Zwischenräumen, wie Tomaten, Gemüse o.ä. hat.

Fazit

Letztlich ist der Kartoffelpott seinem Konzept treu geblieben, hat aber „die Einfachheit“ mehr in den Vordergrund geschoben. Alles ist nach wie vor frisch und qualitativ „besser“ als bei üblichen „fast-food-Buden“, und man fühlt sich irgendwie wohl in dem kleinen Lädchen. Ich bin immer noch sehr zufrieden, wenn auch die Preise erhöht wurden. Vielleicht besser so, sonst werde ich noch süchtig 🙂 Aber wie erwähnt, man bekommt dafür Qualität und wird gut satt. Ich werde wiederkommen, spätestens, um einen „FoodLoaf“-Pott zu probieren, oder wenn es mal was mit Ei gibt 😉

Hier ist mehr für dich!

FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist
Wer was wissen will muss fragen!

4 Gedanken zu „Ausgeh(Ess-)-Check: Kartoffelpott die zweite

  • 12. August 2015 um 6:04
    Permalink

    Ich bin mittlerweile auch Fan vom Kartoffelpott! Einmal im Monat ist Pflichtbesuch :)) Wie schon im Artikrl erwähnt stimmt die Qualität und es ist definitiv besseres Fastfood 😉
    Die Idee mit dem Currywurst-Pott ist einfach, aber genial! Die Thematik passt einfach zum Ruhrpott!
    Wie lange gibt es den Pott??? Würde Ihn auch probieren wollen :))

    Antwort
    • 12. August 2015 um 8:30
      Permalink

      Den Pott gab es nur an diesme einzigen Tag. Aber ab heute gibt es z.B. den Hot-Dog Pott! Auch sehr genial!

      Antwort

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