Darius backt: Cremiger Low-Carb-Protein Cheesecake

Vorgeplänkel

Die meisten Low-Carb Rezepte kommen mir in denn Sinn, weil ich mir für ein mit Diabetes betroffenes Familienmitglied Gedanken mache, wie man denn die Kohlenhydrate in allen möglichen Speisen minimieren kann.

Da eine Cheesecake auf amerikanische Art, also mit Frischkäse, eine verflucht geile Angelegenheit ist, musste doch auch dieses Rezept früher oder später mal auf Low-Carb getrimmt werden. Und da ich selbst viel Sport mache, lege ich wert auf Low-Fat und viel Protein. Es resultierte ein Rezept für cremigen Low-Carb-Cheesecake der eine wahre Proteinbombe ist, kaum Kohlenhydrate hat, und mit ganz wenig Fett trotzdem unglaublich cremig ist. GEIL!

Guckt euch die Traumwerte an:

Nährwerte/100g
   
Brennwert 137,12 kcal
Fett 5,5 g
KH 4,95 g
Eiweiß 16,82 g


Ich würde mich über einen Kommentar freuen! Welches Proteinpulver würdest du nehmen? Geschmack?

Rechts am Rand könnt ihr meinen Blog bei Facebook liken – für direkte Infos zu neuen Eis-Tests, Rezepten, Produkt-Tests und sonstigen News auf meiner Seite. “SirTrivial” ist mein YouTube Kanal für die Videos, “B. Darius B.” bei Google+. Dort findet ihr auch x Restauranttests/Bewertungen und hunderte von leckeren Fotos aus Deutschland, Amsterdam, NYC, und wo ich sonst Leckereien getestet habe. Schaut mal rein!

Es sei direkt hier angemerkt, dass der Geschmack des Kuchens mit dem Geschmack des verwendeten Proteinpulvers steigt und fällt. Schmeckt das verwendete Proteinpulver toll, schmeckt auch der Kuchen toll. Wenn nicht, tja, dann nicht. Daher nehmt Proteinpulver welches euch schmeckt! Es eignen sich besonders Pulver wie Cookies, Erdbeere, oder Vanille. Alles eben, was gut mit Frischkäse harmoniert – also fast alles.

Zutaten

(für eine normal-große Springform, auf den Bildern seht ihr die Hälfte der Zutaten für die von mir verwendete kleine Springform)

  • 1200 g Frischkäse, leicht

Wer es lediglich Low-Carb will kann auch Vollfetten nehmen. Am besten den von Netto (Eigenmarke), vergleichbares findet man kaum. Die Nährwerte meines Frischkäses je 100g: 92 kcal, 4 g Fett, 3,8 g KH, 9,5 g Protein.

Magerquark geht auch, aber das schmeckt dann nicht so toll, und wird trockener und kaum cremig,  hat aber natürlich dann noch mehr Eiweiß und weniger Fett.

  • 4 Eier, Größe L (an die Low-Fat-Fanatiker: Lasst Gnade walten mit dem Eigelb und verwendet es, sonst schmeckt es echt nicht mehr)
  • 140 g Proteinpulver (mit Süßungsmittel, wenigstens 80 % Protein. Kein reines Soja-Protein, geht zwar auch, schmeckt aber schei…) Ich finde dieses sehr gut: Weider Protein 80 Plus
  • ca. 100 ml Milch (es geht zur Not auch Wasser. Wer es cremiger will, dann hat der Kuchen aber mehr Fett, nimmt Sahne)
  • Einen Low-Carb-Proteinriegel (ich hatte 35 g) (kann weggelassen werden, ist nur für etwas „Biss“)Wer maximal Protein haben will, könnte diese nehmen, aber jeder andere tut es auch: Weider 52% Protein Bar
  • Backpapier
  • 26 cm Springform
  • Deine Hände und n Löffel 😉

Wer es NICHT Low-Carb will, bzw. ungesüßtes Proteinpulver nehmen will, der nimmt 250-300 g Zucker/Zuckerersatz bei 1200 g Frischkäse. Wird auf das Proteinpulver gänzlich verzichtet, 2-3 gehäufte Esslöffel Mehl zum binden zugeben.

Zubereitung

Super easy!

Ofen auf 200 °C vorheizen (Ober/Unter), Gitter in das untere Drittel einschieben.

Frischkäse mit etwas der Milch  (ggf. nachher mehr zufügen) sowie den Eiern glatt rühren.

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Frischkäse, Eier, Milch – die Grundlage

Das Proteinpulver schrittweise zugeben und gründlich verrühren. Möglichst wenig Luft zuschlagen. Die Masse sollte ungefähr wie Waffelteig sind, eher etwas dicklicher. Nicht zu flüssig. Hier hängt die Konsistenz auch vom Proteinpulver ab. Daher die Milch nur „schlückchenweise“ zugeben. Evtl. braucht man auch etwas mehr Milch.

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Proteinpulver nach Geschmack – hier Erdbeere

Den kleingeschnittenen Proteinriegel zugeben, kurz verrühren (kann, muss aber nicht da rein).

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Die verrührte Hauptmasse, da kann nun z.B. der Proteinriegel nach Gusto zugegeben werden.

In eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen, dann in den Ofen. Das Backpapier UNBEDINGT ordentlich auslegen. Da darfst du nicht pfuschen, sonst bekommst du den Kuchen niemals aus der Form! 10 Minuten bei 200 °C backen, dann Ofen auf 100 °C runterdrehen und ca. 1 Std. backen.

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Das vernünftige Auskleiden der Backform ist ein absolutes Muss!
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Leckeres lässt sich bereits erahnen.

Zum Ende der Garzeit Stäbchenprobe. Es wird vermutlich noch etwas am Stäbchen hängen, aber so lange es nicht klitschnass ist, ist das gut. Lieber zu „feucht“ als zu trocken – dann ist er nicht mehr cremig. Auch wenn es den Anschein macht, dass er innen noch etwas wabbelig ist – der kühlt noch aus und kommt in den Kühlschrank, da wird das fester! Da muss man selbst etwas „nachdenken“. Wenn du dich an meine „Anweisung“ hälst, sollte alles hinhauen 😉 Ofen ausstellen, Tür zulassen und Kuchen eine weitere Stunden so auskühlen lasse. Dann rausholen, abkühlen und über Nacht in den Kühlschrank. Erst dann vorsichtig das Backpapier abziehen. Fertig.

Genießen und sich gut fühlen! Low carb, low fat, low Sünde 😉

Ich empfehle den Kuchen / das Stück vor dem Verzehr 1-2 Std. bei Zimmertemperatur zu lagern, damit er nicht mehr Kühlschrank-kalt ist. So ist er viel cremiger!

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Cremig! Mit kleinen Stückchen für den gewissen „Biss“
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Super die goldene Farbe 😀
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Und das alles ohne Mehl!

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist
Wer was wissen will muss fragen!

15 Gedanken zu „Darius backt: Cremiger Low-Carb-Protein Cheesecake

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  • 5. September 2016 um 18:58
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    Ich hab jetzt schon einige Low Carb Käsekuchen gebacken, aber dein Rezept gefällt mir bis jetzt am Besten!!! Die anderen Käsekuchen sind alle mit Magerquark… aber mit Frischkäse schmeckt er richtig geil cremig!!! Hab den leichten Frischkäse genommen.. schmeckt trotzdem genial!! Danke für dieses tolle Rezept 🙂

    Antwort
    • 6. September 2016 um 10:43
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      Hey Steffi! Sehr gerne! Und ja, der Frischkäse macht den Unterschied und es besonders cremig. Lass es dir schmecken!

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  • 3. Mai 2016 um 22:29
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    Habe den Kuchen nachgebacken und ich muss sagen, genau deiner Anleitung gefolgt und er war unendlich gut. Habe auch nur die Hälfte der Zutaten genommen und gönne mit jeden Tag einen ganzen Viertel! Protein-Bombe und echt superlecker! Danke fürs Rezept

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    • 4. Mai 2016 um 5:06
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      Hey Jeffrey! Es freut mich sehr, dass er dir so gut gefällt. Und wie du sagst: Eine wahrhaftige Proteinbombe 😉 Wo so ein Magerquark geschmacklich versagt, ist der Cheesecake doch viel besser was Proteine + Geschmack angeht 😉 Lass es dir schmecken und Danke für deinen Kommentar! Viele Grüße

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  • 12. April 2016 um 14:29
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    Mit Citrus-Quark Proteinpulver genial!
    Und als Boden nehm ich dann lieber deinen Nusseckenboden!
    Die Nussecken sind eh geil… vor allem gefällt mir das sie sehr gut sättigen und je länger sie liegen umso leckerer schmecken! Danke für deine Inspirationen!

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    • 12. April 2016 um 15:46
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      Hallo Steffi. Und mindestens genauso sehr danke ich dir für das nette Feedback! Citrus-Quark klingt nach einem Super Geschmack für das Proteinpulver – „passender“ geht ja eigentlich gar nicht 🙂 Lass es dir schmecken! Liebe Grüße

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  • 21. Februar 2016 um 10:22
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    Mann kann sogar Boden ergänzen, indem man quasi low carb Pancakes als Boden in der Form vorbackt (siehe meine Rezepte). Finde ich aber nicht notwendig. Und super, dass es dir geschmeckt hat. Kokos kann ich mir auch sehr gut vorstellen.

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  • 16. Juli 2015 um 7:09
    Permalink

    Da ich ein absoluter Cheesecake Fan bin und durch bekanntlich zu vielen Konsum von Cheesecake man einfach nur Fett wird, hört sich dieses Rezept sehr verlockend an! Ich werde es mal ausprobieren, dieser Cheesecake ist quasi gesund 🙂 Bin sehr auf den Geschmack gespannt! Letztenendes macht es ja doch der Geschmack, also scheiss auf Kalorien zählen, Hauptsache es schmeckt 🙂
    Ciao

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