Kuriositäten-Ecke: „Dreimaster – Bratheringsfilet“

Vorgeplänkel

TADA!!! Es wird hiermit eine neue Kategorie eingeführt! Der fleißige Leser (hoffentlich du, ja genau, du da, vor dem Bildschirm!) kennt alle meine Kategorien bisher:

  • Esstraklasse – hochpreisige Speisen werden getestet
  • Rezepte – Darius (das bin übrigens ich) kocht, und ihr könnt nachkochen
  • Eiscreme – Es geht um…. GENAU! Unterwäsche für Mollige!… ehem… Nein, um Eis 😉
  • Food-Testing: Alles was gegessen werden kann wird getestet – Eis, Marmelade, Käse… usw…
  • Ausgeh-Check: Wo man so hingehen kann und wie es da ist
  • Food-Porn: Sexy Bilder von sexy Essen

Ich präsentiere meine neuste Kategorie (Trommelwirbel):

Darius´ Kuriositäten-Ecke!

Hier gibt es Tests zu Speisen (also auch irgendwie Food-Testing), die allgemein oder zumindest für mich speziell, als „gruselig“ gelten, oder vor denen ich mich bisher zumindest gescheut habe. Hier würde z.B. sowas hinkommen wie rohe Schnecken, Insekten, vergammelter schwedischer Fisch oder sonstige „Kuriositäten“.

Den Anfang macht etwas, was ich tatsächlich immer voll abartig fand, doch ich habe mich schrittweise ohne es zu merken in diese Richtung bewegt…

Brathering aus der Dose!

in herzhafter Marinade

  • ohne Rückengräte

  • ohne Schwanz

Hier beim Netto gekauft für nicht mal 1,50 € meine ich… 1,40 oder so… für 200 g abgetropften, braun-schrumpeligen Dosenfisch! Yummy! Gott-sei-Dank ist kein Schwanz mehr dran. Es gibt nichts widerlicheres als Fisch-Schwänze… (jaja… sehr witzig).

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Das ist sie also – eine der Geißeln meines Lebens – zu unrecht wie sich zeigen wird…

Man sehe auf die Dose! Das sieht doch echt nicht lecker aus! Dieses braune, schrumpelige, in die Dose gepresste Stück Fisch! Ich habe der Angst ins Gesicht gelacht, und es nach 29 Jahren endlich probiert. 

Scheinbar habe ich mich immer umsonst so angestellt – es hat 2012 sogar eine DLG-Bronze-Medaille bekommen. Dann muss das ja gut sein! Und der WWF-Panda bringt alle Zweifler zum schweigen 😉

Zutaten/Nährwerte

Klickt auf das Bild für Zutaten und Nährwerte. Tut etwas überrascht, wenn ihr „Fisch“ bei den Zutaten findet 😉 Wer hätte das gedacht?!

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Zutaten und Nährwerte – Fischig-gesund!

Der Inhalt ist reich an Protein, und auch an Fett. Der Hering an sich ist allerdings ein relativ magerer Fisch, und bringt es eher auf ca. 160-180 kcal / 100 g. Hier liegt es an der Marinade, sowie daran, dass der gebraten/paniert wurde, dass es etwas „fettiger“ ist. Dafür kaum Kohlenhydrate! Ideal für eine Low-Carb Ernährung! Und die Fette sind „gut“ kaum gesättigte dabei, sprich der Rest ist ungesättigt – toll! Richtig gesundes Essen haben wir hier also 😀

Unboxing

Der kritischste Moment war es für mich, die Dose zu öffnen, und zu sehen, was ich essen muss… ich dachte jedenfalls es wird katastrophal schlimm… so sehr kann man sich irren.

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Gewinnt kein Schönheitswettbewerb, aber zumindest die Marinade sieht schmackhaft aus

Ich habe mich umsonst gefürchtet, und es mir viel schlimmer vorgestellt. Klar, so ein goldbraunes Fischstäbchen ist viel sexier – dafür ist da aber auch Delphin mit drin 😉

Es sieht sogar recht appetitlich in der Dose aus, zumindest die Marinade. Senfkörner, Zwiebeln, ein leichter Ölfilm, Gewürze. Das Stück Fisch sieht aber tatsächlich… naja nach Dosenfutter aus!

Geschmack/Test

Ich hatte erwartet, dass das total fischig riecht. Weit gefehlt! Es riecht kaum nach Fisch, sondern vor allem nach einer würzigen Essig-Marinade. Durchaus ein leckerer Geruch!

Den Fisch etwas abgetropft und dann ab auf dem Teller.

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Wenn ab und zu die graue Fischhaut nicht wäre, wäre es vom Anblick her sogar akzeptabel

100 g raus genommen, dazu Bratkartoffeln gemacht (bereits vorgekochte Kartoffeln – wichtig! Die hier waren 3 Tage alt :D), und zum Dippen Kräuterquark. Dazu gab es Grünzeug. Es sieht schon irgendwie gut aus! Richtig gut deftige deutsche Küche!

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DEFTIG DEFTIG DEFTIG

Und was soll ich sagen? Es war super-lecker! Nicht eklig-fischig wie ich befürchtete, oder triefend vor Fett. Es schmeckte eben wie Dosen-Fisch, aber mit einer deutlichen Essig-Note und den Gewürzen. Ein sehr angenehmer milder Geschmack nach Hering. Die Konsistenz ist sehr weich, es zerfällt geradezu. Super-zart und saftig, beißen muss man nichts. Auch habe ich keine Gräten finden können. Es sieht zwar manchmal grenzwertig aus, wenn so ein Stück schuppige Haut an dem Filet runterlabbelt, aber von der „Oberseite“ ist es halb so wild und sieht appetitlich aus.

Zusammen mit den Bratkartoffeln und den Zwiebeln ergibt sich tatsächlich ein richtig leckeres, und vor allem deftiges Essen! Und der Kräuterquark passt super dazu! Definitiv nicht zum letzten mal gekauft!

Fazit

Wer sich vom optisch gruseligen Bild auf der Dose, und dem Fisch IN der Dose nicht abschrecken lässt, findet richtig gut-deutsch-deftigen Fisch in einer leckeren Marinade, der butterzart, ist und einfach lecker!

Einfach mal probieren!

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Dampfende Deftigkeit!

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist Wer was wissen will muss fragen!

2 Gedanken zu „Kuriositäten-Ecke: „Dreimaster – Bratheringsfilet“

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