Foodtest: John & John Potato Crisps

Vorgeplänkel

Ein Schiff Namens UPS kam geschippert und brachte Post in einer Schatzkiste. Goldgelb der Inhalt der Säcke, wohl versiegelt und gepolstert, bereit dafür aufgerissen und verputzt zu werden. Kartoffelchips, „Made in Britain“ von „John & John“ sind in meinen Hafen eingelaufen und wollten getestet werden. Pardon, wir sind very british, nennen wir sie also korrekt „Potato Crisps“

Weitere Informationen kann man übrigens auch unter http://www.market-grounds.com, www.john-crisps.com und https://www.facebook.com/john.john.crisps finden.

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Die so ziemlich stylischste Versandpackung überhaupt. Direkt mit dem Segelschiff aus Großbritannien zugeschippert.

 

Was haben wir denn?

Ich bin ja immer ein Freund davon, erst das Marketing-Geblubber auf die Welt loszulassen und dann zu prüfen, ob das auch alles so stimmt. Schließlich kann ich ja auch sagen, ich wäre der schönste, tollste und sowieso allerbeste Mensch der Welt. Ich meine, ich müsste das nicht beweisen, es sind schließlich Tatsachen, aber es kann ja nicht alles so super sein wie ich es bin… Erst das Marketing, dann meine Überprüfung.

Gucken wir doch mal, was die Queen vermutlich jeden Abend im Bett so futtert:

Die hochwertigen Crisps der Marke John &  John sind ein wahres Geschmackserlebnis. Sie werden aus ausgewählten altenglischen Kartoffelsorten hergestellt, die, nachdem sie schonend gewaschen und mit Schale in dicke Scheiben geschnitten wurden, in reinem Sonnenblumenöl goldbraun ausgebacken werden.

Noch warm, werden die krossen Crisps schließlich mit ausgewählten Gewürzen verfeinert und ganz frisch abgepackt. Die Mischungen bestehen zum einen aus exotischen Gewürzen, wie exklusivem Pfeffer der Malabarküste, feurigem indischen Chili oder feinem Meersalz aus dem Vorderen Orient. Zum anderen werden traditionell englische Zutaten kombiniert: mehrfach prämierter Apfelessig aus dem Hause Aspall Cyder gibt den Chips einen herrlich feinherben Geschmack; handgemachter, milder Cheddar Käse aus einem kleinen Familienbetrieb in Suffolk wird mit frischem Schnittlauch zu einem wahren Genuss…

… muss ich da noch was sagen?

John & John Crisps gibt es in ausgewählten Geschäften wie z.B. Nordsee, aber auch in Feinkost-Abteilungen „Chips“ Made in Britain zu kaufen. „Chips“ ist hier aber falsch, denn wie man weiß sind „Chips“ in Großbritannien „Pommes“. Unsere „Chips“ sind dort „Crisps“. So viel zum lehrreichen Teil dieses Foodtests. Jedenfalls kommen aus Übersee fünf Sorten Crisps für „Besseresser“. Diese sind ganz klar die Zielgruppe, wenn man Preis und Zutaten sowie das ganze „drum herum“ betrachtet.

Folgend könnt ihr euch durch die Galerie klicken und euch die stylischen Tüten mit Elefant, Muschel und Co. ansehen. Eine Tüte enthält 40 g oder 150 g. Zu kaufen gibt es sie z.B. hier bei Amazon. Es gibt übrigens auch eine sechste Sorte, Gemüsechips. Diese habe ich nicht erhalten, was ich aber auch nicht schlimm finde… ich bleibe traditionell beim Erdapfel, aber wer drauf steht – warum nicht?!

Zutaten

Die Basis sind natürlich Kartoffel, die wohl traditionell einer englischen Sorte entspringen. Ob das so ist weiß ich zwar nicht, aber dreist lügen werden die ja wohl nicht. Daneben ist natürlich Sonnenblumenöl die wichtigste Zutat. Je nach Sorte befinden sich dann verschiedene Gewürze/Zutaten nett auf die erstaunlich hochwertige Tüte.

Ohne scheiß…. tatsächlich bin ich total von dieser Tüte begeistert! Kein billiger Knister-Folien-Mist, sondern eine geradezu anmutig erscheinende dicke Tüte die sich fast wie Papier anfühlt. Es sind oft die kleinen Dinge die begeistern, aber wenn man diese Tüte in der Hand halt, macht das schon irgenwie Eindruck 😀

Allerdings nützt die tollste Tüte nichts, wenn der Inhalt Mist ist. Die Zutaten, wie erwähnt, sind hochwertig und Käse und Essig aus traditionellen betrieben dürften dann doch das obere Ende der Fahnenstange sein, was die Qualität entspricht. LEIDER wird das ganze doch etwas durch den Zusatz von Aromen (außer „No. 1“) getrübt. Schade, aber heutzutage wohl kaum aus der Nahrungsmittelindustrie wegzudenken. Gewöhnen wir uns dran… trotzdem.. dann lieber die tüte 50 Cent teurer machen und noch mehr „echte“ Zutaten reinmachen, um auf Aromen zu verzichten. So zumindest meine Meinung.

Aber was ich denke interessiert ja eh keinen.

Nichts desto trotz: Sieht man nciht alle Tage, dass so viel „Tradition“ und „Britannien“ in einer Chipstüte steckt.

Geschmack & Test

Ich bin Verfechter von Kartoffel, Salz, sonst nichts. Ich liebe den Geschmack von Kartoffeln an sich und finde, wenn dieser Geschmack mit der richtigen Dosierung Salz hervorgehoben wird, kann man alles andere sein lassen. Das ist aber wohlgemerkt mein Geschmack und auch andere Würzungen esse ich mal gerne.

 

Ich habe das Testpaket mal auf meiner Arbeit aufgestellt – schnell fiel die hungrige Meute über sie her. Die 40 g Tüten sind dann doch arg wenig, wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist 🙂 Ganz allgemein kann man sagen, wie das so ist mit den Dingen in  Leben: Geschmäcker sind verschieden! Jede Sorte hatte jemanden im Büro bei der es hieß: „Boah geil“, oder „voll super“ o.ä.

Wirklich schlecht kam keine Sorter weg, wobei die Sorten Sweet Chili und Cheddar tendenziell die meisten Fans gewonnen haben. Einzige Kritik wäre, das die Sorte Black Pepper zu wenig nach Pfeffer schmeckte für die meisten Kollegen. Andererseits, kam genau das auch bei einer Kollegin gut an, die Pfeffer an sich nicht ausstehen kann, diese Sorte aber klasse fand. Die Sorte Sweet Chili hätte zwar mehr „Wumms“ vertragen, aber dafür kam die Süße sehr gut an. Was sehr gelobt wurde: Der Schnittlauch beim Cheddar kam gut an. Er gab die leicht „zwiebelige Note“, aber ohne penetrant zu sein und einem zwei weitere Tage einen Zwiebel-Atem zu verleihen. Nicht so streng, eher mild, aber würzig eben. Ich brauch vermutlich nicht erwähnen, dass sie goldgelb und knusprig waren? Waren Sie!

Was ich besonders bemerkenswert finde: „British“ wurde wirklich gut eingefangen. Cheddar, Essig, die englische Kartoffelsorte… „Made in Britain“ ist also nciht nur hol auf die Tüten gedruckt. Es mag jetzt natürlich dahingestellt sein, ob man wirklich schmeckt, dass Cheddar und Essig aus britischen kleinen Manufakturen stammt, oder die Kartoffel eine „englische“ ist. Aber manchmal ist es ja das Besondere, dass etwas besonders ist, wenn ihr versteht.

Ihr dürft sie gerne mal probieren, diese „noch EU-Ware“ 😉

 

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist
Wer was wissen will muss fragen!

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