Darius kocht: „King Elvis“

Vorgeplänkel

Okay okay, viele haben vielleicht schon von dem „Vorbild“ meiner neusten Kreation gehört, aber ich habe es zu dem perfektioniert/erweitert, was euch nun gezeigt wird.

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Für die passende Musikuntermalung klicke hier. Zwar eher traurig, aber eines meiner Lieblings-Elvis-Lieder (eigentlich sollte da „are you lonesome tonight“ kommen, aber das gibts natürlich nicht bei YouTube in einer akzeptablen Version…)

Der ultimative Sandwich-Burger, aka. „The King“, oder auch „Elvis“, nein, wir kombinieren beides und nennen ihn

„KING ELVIS“

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„King Elvis“ betritt die Bühne

Seht, was der liebe Gott in seiner Allmacht ermöglicht. Damit meine ich nicht mich, um Himmels Willen! Aber er hat uns alle diese tollen Zutaten gegeben, die wir brauchen um diese Inkarnation unbeschreiblichen Glücks zu erschaffen 😀

(ich bin übrigens Agnostiker 😀 )

Die Idee ist prinzipiell nicht bahnbrechend. Es „ranzugehen“ ist da schon eine etwas größere Herausforderung. Elvis Presley hat ein Sandwich geliebt, welches Pate für diesen Sandwich-Burger stand. Sandwichbrot, Banane (nicht wie bei mir karamellisiert), Erdnussbutter und Speck. Ob er deswegen so dick geworden ist? Könnte durchaus sein, dies ist sicherlich ein gewaltiger Burger/Sandwich, nicht nur vom Geschmack, sondern auch von den Kalorien her. Aber seine Pillen haben sicher auch dazu beigetragen…

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Danke Elvis! Für deine Musik und das Sandwich!

Das klassische Sandwich musste also zu eine Burger werden. Gedacht, getan:

Wir nehmen zu den üblichen Zutaten 180 g Rinderhack dazu, sowie schön schmelzig-cremigen Käse, hier Toastkäse. Eine entscheidende Frage war: Was kommt wohin auf dem Burger? Ich habe mich wie folgt entschieden, von unten nach oben: Sandwichbrot, Erdnussbutter, karamellisierte Banane, Fleisch, Käse, Speck, Erdnussbutter, Sandwich. Oder anders gesagt: Fett auf Kohlenhydrate, darauf Fett, worauf Fett ist, was mit Fett belegt wird, worüber sich Fett an Kohlenhydraten befindet. DAS KANN JA NUR GEIL WERDEN!

Die karamellisierten Bananen mussten sein, weil sie so noch aromatischer sind als unkaramellisiert – leicht knusprig und eine tolle Süße haben sie so. Sie kamen auf die Erdnussbutter, weil sie so durch ihre Wärme diese schmelzen, und von ihr umflossen werden, so dass sich ein cremig-genialer Mix ergibt. Die Banane ist zudem der klassische „Salat“, auf welchen hier komplett verzichtet wird. Er passt einfach nicht, wir wollen schließlich sündigen.

Auf die Banane kommt das Fleisch, dessen Saft ebenfalls zur cremigen Bananen-Erdnussbutter-Masse sein übriges tut. Der geschmolzene Toast-Käse umfließt das Fleisch, und der Speck gibt den knackigen Kontrast zu dem insgesamt sehr saftigen Burger, wenn er richtig kross gebraten ist. Wer braucht dann noch knackigen Salat?! Oben nochmals Erdnussbutter statt z.B. Mayonnaise o.ä., weil es so einfach weniger Zutaten sind. Ich glaube auch nicht, dass etwas anders da gut hinpassen würde. Mascarpone oder Creme Fraiche wäre aber denkbar...

Zutaten

(für einen Sandwich-Burger)

  • 180 g Rinderhack
  • 2 große SandwichToast
  • 1 große Banane, reif, aber keinesfalls matschig
  • 4 Scheiben Frühstücksspeck
  • 2 Scheiben Toast-Käse
  • 2 leicht gehäufte Esslöffel Erdnussbutter
  • Pfeffer, Salz, etwas Öl
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Die Zutaten

Zubereitung

Das Fleisch mit den Händen gut verdichten, sprich zusammenpressen und zu einem „Puk“ formen (also recht hoch, und vom Durchmesser zu klein für das Sandwich – aber das muss erstmal so sein), noch nicht würzen und ca. 30 Min Zimmertemperatur annehmen lassen. Toastscheiben schon mal in den Toaster schieben, aber noch nicht runterdrücken. Toastkäsefolie (ein neues Wort!) schon mal aufmachen. Dient alles der Vorbereitung,  dann geht es nachher besser wenn es stressig wird  😉

Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, mittelhoch. Die dreimal längs halbierte Banane darin braten, und karamellisieren lassen. Dabei natürlich wenden, bis diese Seiten schön goldbraun sind.

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Eine Banene ist goldbraun noch besser!

In einer anderen Pfanne den Speck auf hoher Stufe (nicht die höchste) richtig kross braten und bräunen!

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BACON!

Speck wie auch Banane sollten unmittelbar bevor der Burger zusammengebaut wird zubereitet werden, sonst wird es matschig und sie kühlen aus. Wer es drauf hat, macht alles gleichzeitig. Ein paar Minuten warmhalten in der Pfanne geht aber problemlos.

Eine unbeschichtete Pfanne, am besten gusseisern,aufheizen auf höchster Stufe. Einen viertel Tl Öl hauchdünn ausstreichen, nicht mehr! Das Hackfleisch hat genug Fett und soll braten, nicht frittiert werden. Das Fleisch in die Mitte der Pfanne geben und mit einem Topfboden oder Fleischpresse richtig kräftig plattdrücken, so dass der Durchmesser etwas größer wird als das Sandwichbrot. Kräftig drücken und festhalten, 2-3 Minuten lang. Dann mit einem Spatel wenden und dabei die Röststoffe vom Boden der Pfanne mitnehmen, am besten einen Spatel aus Stahl dafür nehmen. Mit Pfeffer und Salz würzen, dann wieder mit der Fleischpresse runterdrücken, kräftig, aber nicht flachpressen, bzw. der Durchmesser sollte nun langsam wie der des Sandwich sein, das Fleisch schrumpft schließlich während des Bratvorgangs.

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Außen kross und braun, innen Medium – das Pattie

Nach einer Minute die zwei Scheiben Käse drauf und mit einem Deckel abdecken, durch den heißen Dampf unter dem Deckel schmilzt der Käse am besten! Weitere 2-3 Minuten braten. Das Fleisch sollte nun Medium sein. Wer es mehr durch mag, muss die Hitze reduzieren und länger braten.

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Nun heißt es dem Käse einheizen…

In der Zwischenzeit sollte das Toast fertig getoastet sein. Jeweils 1 EL Erdnussbutter verstreichen, unten die Banane drauf. Dann darauf das Fleisch mit dem Käse, darauf den krossen Speck. Deckel drauf.

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Sorgt für die „Vollmundigkeit“ – die Erdnussbutter

Fertig ist er! Nun heißt es wissen, dass man soeben das beste Essen auf Erden zubereitet hat 😉

Was sagt ihr dazu? Probiert ihr es aus? Lasst mir einen Kommentar da!

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Foodporn at its best!
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Im in love…

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist
Wer was wissen will muss fragen!

6 Gedanken zu „Darius kocht: „King Elvis“

  • 1. August 2015 um 21:54
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    Alter Schwede, oder besser in diesem Falle, alter Elvis 🙂
    Das sieht ja unglaublich lecker aus, mein Herz macht freuden Sprünge!
    Jetzt musst Du den nur noch vermarktet bekommen, tolle Kreation!
    Weiter so… 🙂

    Antwort
  • 1. August 2015 um 20:52
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    Wenn ich einer Doku, die ich neulich sah, Glauben schenke, bist Du mit der Verwendung von Toastbrotscheiben ziemlich dicht dran am Urahn aller Hamburger. Der hatte nämlich auch keine Brötchen drumrum, sondern Sandwichscheiben. Übrigens in einem Detail bist Du noch dicht dran: Kein Ketchup. Im Burgerladen, wo der Legende nach der erste Burger verkauft wurde, und den es immer noch gibt, laufen alle Angestellten mit T-Shirts rum, wo NO KETCHUP drauf steht. Jedenfalls laut der Doku.

    Bei deinem letzten Burger hast Du das auch schon geschrieben, hier lese ich es auch: Du weißt darauf hin, dass das Hackfleisch verdichtet werden muss. Kleiner Tipp: Frisches Hack vom Fleischer oder der Fleischtheke im Supermarkt (so er noch eine hat) ist nicht luftig. Nur das komische eingeschweißte Zeug ist so luftig, dass man nach dem Kneten nur noch das halbe Volumen in der Schüssel hat wie davor.

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    • 2. August 2015 um 15:46
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      Also deine „Dokumentation“ klingt für mich stark nach, ich glaube es war „King of Bacon“ 😀 Ich habe ähnliches gehört: Toastscheibe, Fleisch, Käse, sonst nix. Und mit dem Fleischer gebe ich dir prinzipiell recht, aber selbst dieses würde ich verdichten. Die Masse ist ja gleich, ob ich 500 g beim Metzger kaufe oder abgepackt. Ich bin davon abgesehen auch nicht sicher, ob Fleisch vom Metzer unbedingt IMMER besser ist. Auch wenn mich jetzt mancher vllt. auspeitschen will: Das Fleisch vom ALDI ist sehr gut. Aber ich muss trotzdem sagen, so ambivalent das auch sein mag: Die Massentierhaltung gefällt mir auch nicht, wobei der nicht-Öko-Bio-Metzger da auch sein Fleisch herbekommt.

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      • 2. August 2015 um 20:13
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        Ich fürchte, es war eine von den anderen beiden, also entweder der „Allesesser“ oder Anthony Bourdaine … Aber immerhin stimmte der Sender. 😉

        Bei frischem Hackfleisch (am besten vor deinen Augen durchgedreht) kannst Du wenigstens sicher sein, dass du auch nur Fleisch (und natürlich etwas Fett) mit nach Hause nimmst. Beim abgepackten bin ich mir nicht ganz so sicher, ob da nicht mit Bindemittel „verfestigstes“ und mit roter Bete gefärbtes Wasser mit dabei ist. Gab’s auch mal eine Doku drüber. Vor längerer Zeit habe ich mal ein Stück Rindfleisch aus der Plastepackung gekauft, einfach nur ein Stück (ich weiß nicht mehr welches Teil) irgendwo herausgeschnitten. Auf der Packung gab es eine Zutatenliste! mit drei oder vier Zutaten. Geht doch gar nicht. Und Hackfleisch ist da, was solche Manipulationen betrifft, noch anfälliger.

        Lesen bildet. Und wenn es nur eine ZUtatenliste ist.

        Antwort

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