Esstraklasse: Food-Testing – Stauds „Dialog der weißen Pfirsiche“-Marmelade

Heute ist Ostermontag und es gab zum Frühstück etwas esstraklassiges! Und zwar eine ganz exklusive Pfirsich-Marmelade, welche sich am Ostersonntag in meinem Osterkorb befand. (Daneben übrigens der obligatorische Schokohase).

Stauds „Dialog der weißen Pfirsiche“-Marmelade“

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Staud´s Wien „Dialog der weissen Pfirsiche“

Also der Name ist ja schon mal eine Ansage. Als ob ein Künstler ein Kunstwerk benennt, oder irgendwelche Philosophie-Heinis über Pfirsiche reden oder.. ach… einfach nur mega dick aufgetragen.

Was haben wir den nun so Besonderes an der Marmelade? Zunächst die nüchternen Fakten:

Die Marmelade wird von der Feinkost-Marke „Staud´s Wien“ in Österreich hergestellt. Sie enthält 70 g Pfirsiche je 100 g. Weitere Zutaten sind Zucker, Geliermittel Pektin, Zitronensaftkonzentrat, Destillat (was auch immer das sein soll) und Bourbon Vanille Extrakt.

Besonders ist bis hierhin der hohe Fruchtgehalt von 70 g, sowie echte Bourbon Vanille, was man eigentlich fast nie bekommt, nur Aromen oder so ein Müll. 330 g haben wir übrigens.

Das, was den absolut perversen Preis von 7,99 € „rechtfertigt“ ist aber etwas anderes. Guckt euch das rückseitige Etikett an, unten links. Dort steht:

Glas 0629 aus 2217. Weiter oben: 2217 Gläser angefüllt am 11. Dezember 2014.

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Rückseitiges Etikett gibt Auskunft über Herkunft, Zutaten, die Abfüllung und welches Glas genau man hat.

WAS ZUR HÖLLE? 

Es ist also limitierte und nummerierte Marmelade mit exaktem Herstellungsdatum und sogar genauer Ortsangabe von wo die Pfirsiche kommen (Kernechten vom Vorgebirge in der Oststeiermark). Tatsächlich gibt es teilsweise mehrere Herkunftsorte der Früchte der Staud´s Marmeladen bei gleicher Sorte.

Da wo also normalerweise Kunstwerke oder ähnliches limitiert werden, haben wir hier limitierte Marmelade. Das „Besondere“ ist also, dass es von dieser „Abfüllung“ nur 2217 Gläser weltweit gibt 😀 Und es werden nur zweimal im Jahre neue abgefüllt, dann natürlich mit einer anderen Zahl Gläser und Datum.

So viel zum WOW-Effekt. Kommen wir zum Geschmackstest!

Geschmack/Test

Beim Öffnen des Glases kommt einem zunächst ein angenehmer Pfirsichgeruch entgegen. Nicht penetrant, aber deutlich wahrnehmbar. Nicht zu süß mit leichter Säure.

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Das Glas 8 €-Marmelade sieht nach, genau, Marmelade aus. Gold ist keines zu finden.

Der Geschmack ist ebenfalls mit dem Geruch vergleichbar: Eine leichte saure Note und ein schöner Pfirsichgeschmack. Nicht zu stark, nicht zu schwach. Ich finde der reine Pfirsichgeschmack hätte stärker sein können. Von Vanille habe ich leider gar nichts vernommen. Wahrscheinlich ist nur ein „Vanille-Atom“ drin, damit sie es auf das Etikett schreiben können um den potentiellen Käufern zu zeigen: „Hey hey, mit echter Vanille“.

Optisch gefällt mir die Marmelade sehr gut. Schöne Farbe, sowie die Fasern der Pfirsiche sind gut zu erkennen. Stücke sind keine vorhanden, würde ich bei Pfirsichmarmelade aber auch nicht unbedingt haben wollen. Die Konsistenz weiß auch zu gefallen. Oft sind die Marmeladen so Gele-artig, dass man sie schon schneiden kann. Hier ist es eher wie selbst schön eingerührtes Pfirsichmus.

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Marmeladenlöffel für Marmelade. Sonst hat man irgendwann Obstlikör im Glas.

Fazit

Geschmacklich gute Marmelade die aber nicht so extrem gut schmeckt, dass sie einen vielfachen Preis „normaler“ Marmelade wert wäre. Man zahlt auch hier mehr für das „Besondere“. Dies ist die Tatsache, dass man ein Glas nummerierte und limitierte Marmelade bekommt. Das ist witzig und irgendwie verrückt. Und genau das sollte man wissen, weil man dafür zahlt. Geschmacklich gut, aber von echter Vanille nichts zu schmecken.

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist Wer was wissen will muss fragen!

3 Gedanken zu „Esstraklasse: Food-Testing – Stauds „Dialog der weißen Pfirsiche“-Marmelade

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