Vegetarisch gefüllter, gebackener Kürbis (Rezept)

Vorgeplänkel

Zwar ist aktuell Ende September/Anfang Oktober T-Shirt-Wetter angesagt, aber den Herbst merkt man trotzdem. Man muss den Garten oder Balkon von Blättern befreien, Frauen kreischen „Meine Haare!“ bei den Herbstwinden, und überall stehen Kürbisse in den Supermärkten rum und warten drauf ausgehöhlt und geschnitzt oder gegessen zu werden. Da dies hier kein Bastel-Blog ist (zum Glück), sondern ein Foodblog, präsentiere ich euch folgend ein super-herbstliches Rezept für einen gebackenen Kürbis, der mit einer Füllung aus Kürbis und Sojaschnetzeln gefüllt ist. Folgend also ein feines vegetarisches Rezept.

Da auch ich nicht immer Zeit habe stundenlang zu kochen, habe ich mir ein paar Helfer aus dem Hause Maggi besorgt, die mich tatkräftig unterstützen werden was vegetarisches zu kreieren. Beim Stöbern auf der Internetseite des Maggi-Kochstudios wurde ich zunächst von einem Sammelsurium unterschiedlichster Rezepte erschlagen – eines der Rezepte inspirierte mich zu diesem Beitrag, den ihr gerade lest: vegetarisches Rezept. Dort sollte jeder was finden, man muss sich nur entscheiden können 😉

Rechts am Rand könnt ihr meinen Blog bei Facebook liken – für direkte Infos zu neuen Eis-Tests, Rezepten, Produkt-Tests und sonstigen News auf meiner Seite. “SirTrivial” ist mein YouTube Kanal für die Videos, “B. Darius B.” bei Google+. Dort findet ihr auch x Restauranttests/Bewertungen und hunderte von leckeren Fotos aus Deutschland, Amsterdam, NYC, und wo ich sonst Leckereien getestet habe. Schaut mal rein! Bei Instagram heiße ich Typ_FoodLoaf.

Lasst mir auch gerne Likes und Kommentare zu den Artikeln da!

Nüchtern betrachtet sollte es jedem klar sein, dass es „nichts Schlimmes“ ist Würze o.ä. als Fertigprodukt zu verwenden. De facto erspart es eben Zeit, die man nicht immer hat. Nicht nur ich freue mich darüber die freie Zeit für andere Dinge zu benutzen – z.B. Laub fegen 😉 Das musste ich los werden, um mir Kommentare zu diesem Beitrag zu ersparen. Erst denken, dann schreiben.

Zutaten

(für zwei SEHR große Portionen, oder vier normale)

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Die Zutaten für ein vegetarisches Rezept

Exkurs in die Wissenschaft

Es wird mal wieder Zeit, dass wir etwas Columbus-mäßig über den Tellerrand schauen und unser Wissen erweitern, oder zumindest mal etwas dazu lernen. Es hat Vorteile einem Foodblog zu folgen, dessen Besitzer auch einen Master in Biochemie hat. So kann man darauf vertrauen, dass der meistens weiß wovon er redet.

Jedenfalls dürften bei einigen unter euch bei den Zutaten der Begriff „Geschmacksverstärker“ in den Kopf kommen. Man mag das gut oder schlecht finden, aber eine Verteufelung wie sie meistens stattfindet ist einfach falsch, ein Nutzen hingegen unbestreitbar. Grundsätzlich sei angemerkt, dass genau diese Verstärker euch davor bewahren können, ewig das Gemüse und das Fleisch anzurösten, wodurch intensivere Aromen erst freigesetzt werden. Was glaubt ihr, warum gekochtes Fleisch nicht annähernd so schmackhaft ist wie gebratenes? Gerade wenn vegetarisch gekocht wird, ist es schwer einen „vollen“ Geschmack zu bekommen (umami) – Geschmacksverstärker helfen dort.

Glutamat

Glutamate, fachlich Salze der Glutaminsäure (z.B. Natriumglutamat) werden häufig als Geschmacksverstärker eingesetzt. Glutaminsäure an sich, kommt so übrigens auch ganz natürlich in Tomaten und Fleisch vor. Wollt ihr jetzt keine Tomaten mehr essen? Man könnte jetzt sicher ewig hier diskutieren, worauf ich gar keine Lust habe, ich will euch aber ei-zwei wissenschaftlichen Fakten offen legen, über die ihr nachdenken solltet.

Glutamat ist einer DER Neurotransmitter im Gehirn. Kurz gesagt: Gäbe es den nicht, wärt ihr tot.

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Mononatriumglutamat – dein bester Freund

Glutamat, bzw. Glutaminsäure ist eine der 20 Aminosäuren, aus denen Proteine bestehen. Proteine sind im Körper Enzyme, Strukturproteine, dienen als Nährstoff und sind eigentlich für alles da. Das Hämoglobin transportiert den Sauerstoff im Blut, die Alkoholdehydrogenase baut den Alkohol ab wenn ihr euch zugesoffen habt, und ein Protein im Auge fängt die Photonen des Bildschirms auf, auf den ihr gerade guckt und sorgt so u.a. dafür, dass ihr überhaupt sehen könnt. In all diesen Proteinen ist Glutaminsäure/Glutamat enthalten. Natürlich gibt es Unterschiede bei der Aufnahme und Ursprung, so dass z.B. der inflationäre Genuss von Geschmacksverstärkern euch nicht besser „denken“ oder „sehen“ lässt, aber das Glutamat an sich ist nicht „böse“ – ganz im Gegenteil!

Quelle: Memegenerator.net

Zubereitung

Los geht’s

Den Backofen auch 180 °C Ober/Unterhitze vorheizen.

Zuerst müsst ihr euch überlegen, ob ihr zwei sehr große, oder vier normal-große Portionen zubereiten wollt, und ob ihr die Schüssel für die Füllung (also den Kürbis) mitesst. Davon hängt die Portionsgröße ab.

Macht ihr zwei große Portionen: Die beiden Kürbisse unten ca. 1 cm dick gerade abschneiden, damit sie stehen können, dann jeweils einen Deckel abschneiden.

Macht ihr vier Portionen: Kürbisse in der Mitte halbieren, dann oben und unten ein kleines Stück abschneiden, damit sie stehen können. Nicht zu viel!

Die Kerne aus den Kürbissen entfernen, das Fruchtfleisch aber drin lassen. Wer will kann die Kürbisse trocknen, rösten, in den den Müll werfen, oder wer mal „spontan“ sein will, kann sie auch in die Hosentasche stecken – ist mal was anderes! Seid spontan und kreativ! 😉

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Lasst die „Fetzen“ der Kerne drin – die sind schön süßlich und passen perfekt zu diesem vegetarischen Gericht

Die Kürbisse im Ofen je nach Größe und Art des Ofens 15-20 Minuten backen, bis sie Innen und Außen weich sind, aber das Fruchtfleisch nicht matschig ist.

Während die Kürbisse backen, nehmt ihr 100 g Sojaschnetzel-Granulat, packt das in eine Schüssel und gebt einen Teelöffel Maggi Gemüsebrühe dazu und übergießt die Schnetzel mit 200 ml kochendem Wasser. Kurz umrühren, abdecken und 15 Minuten quellen lassen, dabei gelegentlich umrühren.

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Getrocknete Sojaschnetzel als vegetarischer Fleischersatz am besten in einer ordentlichen Gemüsebrühe quellen lassen

Sind die Kürbisse (finde nur ich den Plural so doof-klingend?!) fertig, das Fruchtfleisch grob herauskratzen, aber nicht zu sehr zum Rand, damit noch genug Stabilität vorhanden ist um die Füllung aufzunehmen. Das Fruchtfleisch grob schneiden.

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Kürbisfleisch (perfekt für ein vegetarisches Rezept) nach dem Garen im Ofen in grobe Würfel schneiden

Endspurt

In einer Pfanne erhitzt ihr 2 El Sonnenblumenöl, röstet die kleingeschnittene Zwiebel 3-4 Minuten, und gebt dann die gequollenen Sojaschnetzel hinzu. Übrige Brühe vorher abkippen und aufbewahren. Die Sojaschnetzel ebenfalls anbräunen.

Als nächstes eine Tüte Maggi Fix Spaghetti Tomate-Mozzarella zugeben und ca. 300 ml Wasser. + ggf. Reste der Maggi-Gemüsebrühe. Alles gut umrühren und kurz einkochen lassen. Zuletzt 100 g Creme Fraiche zugeben und verrühren. Sollte die Masse zu dick sein (etwas dick soll sie sein), etwas Wasser zufügen.

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Sojaschnetzel mit Kürbisstücken. Die Kräuter kommen aus der Tüte und geben trotzdem optisch einen „i-Punkt“.

Die Füllung in den Kürbis füllen, oder in die Kürbishälften, je nachdem für wie viele Portionen ihr euch entschieden habt und halbe oder ganze Kürbisse verwendet. Packt das Teil ruhig voll!

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Kürbis gut aushöhlen, aber genug Rand lassen

Zuletzt ordentlich Mozzarella draufgeben und im Ofen backen. Hier ist die Backzeit davon abhängig, ob ihr ganze/halbe Kürbisse nehmt, und ob ihr „heiße Zutaten „( 🙂 ) verwendet, oder alles vorbereitet habt.

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Mozzarella oben drauf – hier ist mehr auch wirklich mehr!

Wollt ihr noch Beilage, empfehle ich, um vegetarisch zu bleiben, Reis oder ein Baguette und eine milde Sauce. Zum Abschmecken eignet sich natürlich auch die Maggi Tischwürze.

Ergebnis

Guten Appetit! So mag ich ein vegetarisches Rezept: auch wenn kein Fleisch da ist, kann es deftig sein!

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YEAH BABY!
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Okay, die „Portion“ ist dann doch „etwas“ groß. Umso besser 😉

Koch-Video

Vegetarisches Rezept-Video für den Kürbis.

 

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist Wer was wissen will muss fragen!

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