Rezept: New York Cheesecake

Vorgeplänkel

Soeben muss ich über den Namen „KÄSEkuchen“ nachdenken… warum Käse? Ich meine, normaler Käse schmeckt weder süß (außer der grandiose Gudbrandsdalen (probiert den, auch wenn er ungewöhnlich ist)),sondern meist würzig, stinkt, ist hart, usw., usw.,… also eigentlich genau das Gegenteil von dem Geschmack eines Käsekuchens wie wir ihn kennen. Der ist süß, je nach eingesetzter Zutat säuerlich, cremig, locker und stinkt überhaupt nicht. Gestern war eine Reportage dazu im TV. Habe ich aber nicht bewusst beobachtet sondern nur gegen die Einsamkeit laufen lassen…

Übrigens ist mein Rezept für Low Carb Protein Cheesecake so ziemlich das mit Abstand beliebteste Rezept von mir und ein absoluter Top-Artikel! Schaut mal rein!

WIE AUCH IMMER! Scheiß auf die schlechte Stimmung, let´s bake a cake! Und mit dem Englischen sind wir genau beim Thema, denn es folgt das Rezept für Cheesecake, nicht für Käsekuchen 😉 Der wichtigste Unterschied von amerikanischem Käsekuchen zu unserem ist die Verwendung von Frischkäse statt Quark. Dadurch wird er vollmundiger und cremiger – aber auch gehaltvoller. Typisch Amerika eben. Bedenkt bei folgenden Bilder: Ich habe den Kuchen nicht richtig gebacken, bzw. den Ofen falsch eingestellt. Daher sieht er nicht so aus, wie wenn ihr ihn nach meinem Rezept zubereitet. Da wird er cremiger und vermutlich weniger dunkel. Gehorcht einfach meinen Anweisungen, denen eures Gebieters also 😉

Rechts am Rand könnt ihr meinen Blog bei Facebook liken – für direkte Infos zu neuen Eis-Tests, Rezepten, Produkt-Tests und sonstigen News auf meiner Seite. “SirTrivial” ist mein YouTube Kanal für die Videos, “B. Darius B.” bei Google+. Dort findet ihr auch x Restauranttests/Bewertungen und hunderte von leckeren Fotos aus Deutschland, Amsterdam, NYC, und wo ich sonst Leckereien getestet habe. Schaut mal rein!

Zutaten

(für eine 26 cm Springform und 12 Stücke)

  • 200 g Butterkekse (am besten Vollkorn)
  • 80 g Butter
  • 1200 g Frischkäse
  • 4 Eier (M) + 3 Eigelb (M)
  • 300 g Zucker
  • 2 Tüten Vanillezucker (entspr. Menge Vanilleextrakt)
  • 50 ml Schlagsahne
  • 2 EL Mehl
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    Die Zutaten

Zubereitung

Den Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Schüssel mit Wasser unten reinstellen.

Für den Boden die Butterkekse am besten im Mixer ganz fein zermahlen. Ein Gefrierbeutel und der Boden einer Pfanne tun es aber auch – macht die Brösel halt so fein wie möglich.

Die Butter schmelzen und mit den Keksbröseln gründlich vermischen.

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Butter und Kekskrümmel… hier darf man gerne Naschen 😉

 

Die Brösel mit der Butter nun auf den Boden einer Springform geben und sehr festdrücken, bis zum Rand, so gleichmäßig wie möglich (keinen Rand hochziehen).

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In den USA Gang und Gäbe: Boden aus Keksekrümmeln. Die faulen Schweine die…

 

Für die Cheesecake-Creme den Frischkäse  mit dem Zucker (und ggf. Vanillezucker) cremig rühren bis der Zucker sich gelöst hat. Versucht dabei so wenig Luft wie möglich reinzuschlagen. Zum Schluss die Sahne einrühren, ohne Mixer.

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Die Eier langsam unterrühren, keine Luft reinschlagen. Die Masse soll NICHT aufgehen!

 

Nun nach und nach die Eier und Eigelbe einrühren, ebenfalls mit so wenig Luftzuschlag wie möglich. Zuletzt die zwei Esslöffel Mehl zugeben, dieses soll etwas mehr Bindung geben.

Die Creme auf den Boden geben (ja, es ist sehr flüssig, das soll so sein) und den Cheesecake auf die mittlere Schiene geben. Nach 5 Minuten backen die Temperatur auf 100 °C reduzieren und für 1 Stunde backen. Jetzt nicht mehr die Tür öffnen!

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Die Creme ist vor dem Backen sehr flüssig – keine Panik, das muss so sein. Achtet auf eine Dichte Springform!

 

Am Ende der Backzeit den Ofen ausstellen (Finger weg von der Tür!) und den Kuchen darin auskühlen lassen für eine weitere Stunde. Den Cheesecake rausholen und noch bei Raumtemperatur weiter auskühlen lassen. Ja der Kuchen sieht noch sehr wabbelig aus, das muss auch so sein. Zuletzt über Nacht im Kühlschrank aufbewahren, nun wird er fest.

Vor dem Servieren die Stücke/den Kuchen Zimmertemperatur annehmen lassen – so schmeckt er am besten und ist am cremigsten!

PS: Bei euch wird er vermutlich oben nicht so dunkel sein wie auf meinen Fotos. Ich habe da nur rumexperimentiert. Ideal ist, wenn er überhaupt nicht braun ist.

Ergebnis

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Gebt mir einen Esslöffel und gebt mir 10 Minuten…
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Cremig und gut!

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist Wer was wissen will muss fragen!

15 Gedanken zu „Rezept: New York Cheesecake

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  • 20. August 2017 um 11:16
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    hallo…irgendwas versteh ich da nicht….
    „Die Creme auf den Boden geben (ja, es ist sehr flüssig, das soll so sein) und den Cheesecake auf die mittlere Schiene geben. Nach 5 Minuten backen die Temperatur auf 100 °C reduzieren und für 1 Stunde backen. Jetzt nicht mehr die Tür öffnen!“
    welche Temperatur hat der Backofen *bevor* dieser nach 5Min auf 100°C reduziert werden soll?

    Antwort
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  • 14. Dezember 2016 um 13:06
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    Wenn da nicht die vielen Kalorien wären, würde ich den gerne mal probieren, ich liebe Käsekuchen. Woran erkennt man, ob der auch gar ist, oder ist das eigentlich wurscht, weil so nichts wirklich gebacken werden muß? Farbe soll er keine haben, reinstechen als Probe geht nicht bei geschlossener Türe und nachdem, wie von Dir erwähnt, jeder Ofen anders ist??
    Danke fürs Rezept und liebe Grüße, Heide

    Antwort
    • 14. Dezember 2016 um 18:16
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      Hallo Heidi. Der Kuchen ist eigentlich recht gnädig was die Kalorien angeht. Frischkäse hat weniger Kalorien als Teig mit Mehl & Butter, z.B. ein Kastenkuchen.
      Es ist tatsächlich nciht sooo einfach es zu beurteilen, wann er fertig ist, aber man kann ihn kaum kaputt machen. Maache es wie im Rezept angegeben. Ist er etwa szu lange drin/der Ofen „zu heiß“ ist der Kuchen weniger cremig, ist er zu kurz drin, mehr cremig. Das tut dem Geschmack aber wenig Abbruch.
      Liebe Grüße

      Antwort
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  • 14. April 2016 um 3:55
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    Also etwas, was man definitiv nicht von der Hand weisen kann ist, dass durch die geschlossene Tür der Kuchen etc länger „nachbackt“. Dadurch verliert er mehr Flüssigkeit etc. und wird trockener/fester. Dies kann aber nicht der tiefere Sinn dahinter sein, weil dann könnte man ihn ja einfach regulär länger backen und dann die Tür öffnen. Ich denke es hängte wie erwähnt mit der langsamen Abkühlung zusammen, wie oben erwähnt. beschwören kann ich es aber nicht. Wenn ich jetzt zwei identische Öfen hier hätte, würde ich es ausprobieren. Ganz davon ab Hartmut, der wahre Hobby-Bäcker oder Konditormeister backt ja eh nach Gefühl, von daher soll es uns egal sein 😉 Und wenn man jemandem einen anderen Ofen hinstellt, ist jedes Temeperaturangabe etc. eh wieder über, denn jeder Ofen backt ja wieder auch irgendwie anders.

    Antwort
  • 13. April 2016 um 16:11
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    Ich hab` da `mal `ne Frage. Warum darf man den Ofen nicht öffnen. Ich habe (als Konditormeister) schon Verschiedenes ausprobiert. In vielen Rezepten steht „den Ofen nicht öffnen“. Warum? Die Erklärungen sind dürftig bis falsch. Aber sonst, sieht lecker aus ist es auch. LG Hartmut

    Antwort
    • 13. April 2016 um 16:50
      Permalink

      Ich kann dir auch nciht sagen, ob es 100 % richtig ist, aber logisch ist: So sinkt die temperatur langsamer, und die Kohlenhydrate/fette und Proteine im Kuchen kühlen auch langsamer ab, was der gewünschten Konsistenz zuträglich ist. Das ist vielleicht vergleichbar mit dem auftauen: gefrorenes auch lieber langsam im kühlschrank auftauen, statt draußen.

      Antwort
      • 13. April 2016 um 21:08
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        Wie gesagt, es gibt allerhand Erklärungsversuche. Aber es macht in der Regel nichts aus, wenn der Ofen mal geöffnet wird um nachzu sehen. Allerdings, wird das immer wieder abgeschrieben. LG Hartmut

        Antwort

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