Ausgeh-Check: Marples Dortmund in der alten Mühle

Vorgeplänkel

Das Marples in der Alten Mühle in Dortmund Huckarde, fernab vom Schlag in der Roßbachstraße 34, 44369 Dortmund will britische Gemütlichkeit und das Flair nach Dortmund bringen. Von einer Arbeitskollegen erfuhr ich, dass es dort gut sein soll. Die Internetpräsenz überzeugt, so dass ich kurze Zeit später einen Tisch reserviert habe,  meine Ma‘ ins Auto gepackt und hingedüst bin. Ihre versierte Meinung von Tee und Gebäck, und meine Leidenschaft für Neues (und Gebäck) (tatsächlich bin ich gar nicht mal so der Fan von Tee) sollen euch folgend einen Eindruck vom Marples Dortmund bescheren, ob ihr da mal hinfahren solltet, oder man gut auf die Briten verzichten kann.

Wobei das müssen wir ja sowieso bald…

Das Marples in Dortmund

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Die Lokalität

Wie der Name des „Marples in der alten Mühle“ es bereits verrät, befindet man sich, Achtung Überraschung, in einer alten Mühle bzw. in darin angeschlossenen Räumlichkeiten. Prinzipiell ist das Marples dreigeteilt: Die unermesslich gemütliche „Mühle“ mit altem dunklen Holz und den Apparaturen einer Mühle (nein, es roch nicht nach Pferde-Hintern) sowie knarrenden und knarzenden Stühlen, Tischen und Boden. Es gibt einen kleinen Barbereich mit einer Sitznische und einen Stehtisch, sowie einem zweiten Speisebereich der nicht den Charme der Mühle versprüht, aber dafür typisch englische Gemütlichkeit mit dicken Sesseln und Chesterfield-Sofa versprüht. Toll!

Man fühlt sich sofort so wohl wie ein Bonbon in Papier

 

Überall gibt es nette kleine Deko-Elemente, wobei das Highlight ganz klar die Tischdeko mit dem typischen bunten Geschirr mit den bekannten Mustern ist. Bunte Servietten, Blümchen auf dem Tisch und dazu das Geschirr – perfekt für „Tea Time“. Ganz klar ist das Ambiente das große Highlight am Marples. Das schummrige Licht und die von der Decke hängen Glühbirnen machen es perfekt.

 

Die Speisekarte

Das Marples hat primär abends geöffnet. Zwar kann man auch unterhalb der Woche ab 15 Uhr bereits kommen, dann gibt es aber primär nur Tee/Kaffee und Gebäck. Einen Mittagstisch gibt es nicht. Samstags und sonntags wird die „Tea Time“ angeboten, zu der man reservieren muss. Abends gibt es warme Speisen und regelmäßig Specials. Auch eine wechselnde Wochenkarte gibt es. Montags ist das Marples geschlossen. Was ich unbedingt mal ausprobieren muss: Jeder erste Freitag im Monat ist Fish´n´Chips Friday!

Kabeljau in Bierteig mit typisch britischen Pommes, hausgemachter Tartar Sauce, Malzessig und Zitrone für 15,90 Euro.

Der Anschlag draußen

Zu den warmen Speisen kann ich nichts sagen, aber anhand der Karte mag ich mal beurteilen, dass diese schon in Richtung „englisch“ gehen. Die Briten sind ja allgemein nicht für die beste Küche bekannt. Ich finde aber, die Auswahl passt! Ich würde es ja gerne mal ausprobieren – vor allem die Zwiebelsuppe klingt super.

Test des „English Teas“

Man musste zur Tea Time reservieren, dass das Gebäck frisch zubereitet werden würde. Auch wurde ich auf meine Reservierung hin gefragt, was genau für Tee-Gedecke genommen werden würden, wohl damit man die Mengen abschätzen kann die vorbereitet werden muss. Allerdings ist es dafür umso komischer, dass wir knapp 20 Minuten warten mussten bevor die Gebäcke kamen.

Man wird mit dem gedeckten Tisch im Marples Dortmund erwartet

 

Eventuell hat man aber auch gewartet, ob die Reservierung wirklich eingehalten wird, bevor alles final zubereitet wird. Wer weiß. Es gibt Platz für ca. 20-25 Leute, so dass man da wirklich auf die Einhaltung von Reservierungen und der richtigen Vorbereitung angewiesen ist. An sich nicht verkehrt und Ressourcen-schonend.

Wir nahmen übrigens folgendes:

Cornish Cream Tea: 2 Scones mit hausgemachter Erdbeermarmelade , Double Cream und Butter. Dazu eine Kanne Tee (0,5 Liter)nach Wahl. 9,50 €

 

Afternoon Tea: Eine Auswahl an Sandwiches ( Gurke, Ei & Kresse, Schinken & Senf und / oder Lachs). 1 Scone mit hausgemachter Erdbeermarmelade, Double Cream und Butter. Eine Variation von drei Gebäckspezialitäten. Dazu eine Kanne Tee (0,5 Liter) nach Wahl. 12,50 €

 

Warum Double Cream? Das müsste eigentlich Clotted Cream sein! Naja, da wird scheinbar schon gespart…

Der Tee wurde bereits kurz nach Ankunft reserviert, und war schön auf einer Warmhalteplatte mit Kerze (schön oldschool) serviert. Man hat verschiedene Tees zur Wahl, wobei wir und für zwei Kannen a 500 ml entschieden um Earl Grey und Assam zu testen. Je eine Kanne gehörte zu einem Gedeck. Leider, was wir erst nachdem der Beutel drin war bemerkt haben, hat man viel zu viel Wasser in die Kannen getan. Das waren mindestens 700-800 ml – entsprechend schmeckte der Tee recht dünn, da die Beutel-Portion auf 500 ml ausgelegt war. Ein absolutes No-Go und dicker Minuspunkt, gerade wenn man zur „Tea Time“ lädt. Ist es so schwer 500 ml Wasser abzumessen? Scheinbar muss man dafür einen Abschluss in Oxford haben. Naja, der Tee schmeckte zwar dünn, aber gut.

Natürlich habe ich Milch reingekippt.

Tee aus der authentischen Tasse – Halb gewonnen!

 

Irgendwann kam dann eine Etagere – klasse, so muss das sein! Darauf gab es drei Scones (2+1) drei kleinere Gebäcke und vier Mini-Sandwiches: Ei + Kresse, Lachs, Schinken und Gurke. Alle Sandwiches waren lecker. Das Brot war verschieden, schön weich und hatte eben diesen knatschigen „Sandwich-Style“. Besonders das Körner-Brot war gut. Ein kleiner netter „Snack“!

Vier verschiedene Sandwiches

 

Die Scones waren vom Backen noch warm und ca. 8 cm groß. Sie waren mild süß und wunderbar butterig. Diese mit der Double Cream (statt wie es sein müsste Clotted Cream) und der Marmelade bestreichen… Ein Genuss! Auch gab es Butter dazu, welche sich ebenfalls perfekt auf Scones & Co machte. Wer es dekadent mag, haut wie meine Mutter Butter, Double Cream UND Marmelade auf das Scone … Diät war gestern! Leider wurde etwas gespart an Double Cream und Marmelade, da hätte es vor allem in Anbetracht des Preises der Bestellung mehr sein können – kostet ja nichts an Rohware. Vor allem wegen der Marmelade ist es schade! Die war so unfassbar lecker, dass man mir einen Eimer davon hätte hinstellen sollen – mit Schöpfkelle. Sie wurde wohl am selben Tag vom Chef persönlich selbst gemacht. Es könnte die beste Erdbeermarmelade sein, die ich je gegessen habe! Mein Highlight! Auch meine Ma bestätigte: Super!

Die Etagere – das hat Stil!

 

Die drei Gebäcke waren ebenfalls klasse. Eine Art Apfel-Gelee-Muffin, eine kleine Mürbe-Tarte mit einer Gelee-Füllung, wobei der Boden dieser einfach umwerfend war, und ein kleiner Schoko-Kuchen mit Nüssen, der zwar lecker aber zu trocken war. Ich bin mir nicht sicher ob das so sein muss (ein Sandkuchen ist ja z.B. auch trocken), aber geschmacklich gut. Wenn nicht so an Double Cream gespart worden wäre, hätte man den da ja reintauchen können.

Ob man in England Kuchen auch in Tee tauchen kann, so wie in Deutschland Kuchen in Kaffee? Hmm…

Scones mit Double Cream und hausgemachter Erdbeermarmelade

 

Alles in allem kann man vom Geschmack her mit allem im Marples Dortmund zufrieden sein. Der Tee wäre bestimmt richtig super gewesen, wenn die nicht zu viel Wasser reingetan hätten. Soll ja sogar von „Twinings“ sein, einer bekannten englischen Teemarke, die auch recht teuer ist. Das frische Gebäck im Marples Dortmund und die Sandwiches reichen für eine wirklich nette „Tea Time“. Wer allerdings erwartet danach richtig gesättigt zu sein, der sollte Nachschub bestellen oder eine Basis zu Mittag gegessen haben.

Fazit

Ganz klar ist das Ambiente und die „Idee“ des Afternoon Teas das beste gewesen. Man fühlt sich wohl, es ist super gemütlich und alles passt zusammen. Das Ambiente des Marples Dortmund in der Mühle ist einmalig. Wenn das Personal die Wassermenge beim Tee es das nächste Mal besser macht, und nicht an so simplen Dingen wie Double Cream und Marmelade gespart wird, wird es perfekt. So bleibt es bisher bei einem: Gerne mal ausprobieren, auch trotz des nicht günstigen, aber angemessenen, etwas höheren, Preises. So etwas bekommt man kaum noch geboten irgendwo.
Nice Darling! 4/5

 

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist
Wer was wissen will muss fragen!

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