Test: „Merl – Kartoffel- und Partysalat“

Vorgeplänkel

Einige der letzten Artikel gingen bereits in die Richtung “Grillen”. Sobald die Sonne rauskommt und die Temperaturen steigen, scheint ein innerer Mechanismus im Manne dessen Urinstinkte zu wecken. Er macht sich auf die Jagd nach Fleisch, um es auf glühende Kohlen zu legen und sich mit Freunden bei einem Gerstensaft über Gott und die Welt, und Fußball, zu unterhalten. „Die Jagd“ ist heutzutage mindestens so gefährlich wie damals, nur dass einem jetzt keinem Mammut gegenübersteht, sondern die Oma an der Kasse die Cents zählt – ebenfalls eine große Herausforderung. Für die Nerven. Bevor ich allerdings total abschweife: Neben Fleisch landet dabei oft auch Kartoffelsalat und andere Köstlichkeiten im Einkaufswagen, um dem Körper neben Proteinen und Alkohol auch mit Kohlenhydraten zu versorgen. Der Mann freut sich mehr mit den Kumpels abzuhängen, und „Frau“ freut sich auch mal weniger Arbeit als üblich in der Küche zu haben, so dass auch diese gerne mal in das Kühlregal greift und sich ein Fertigprodukt kauft. Ist ja auch einfach bequem, das kann niemand bezweifeln.

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Ich war also wieder mal bequem und habe zum Testen mir Kartoffelsalat und Partysalat der Firma Merl besorgt. Deren Dips/Aufstriche waren ja bereits eine feine Sache (könnt ihr hier nachlesen). Ob es sich auch lohnt den Kartoffelschäler in der Schublade zu lassen, und die gesparte Zeit in Bier trinken zu investieren, erfahrt in meinem Test.

Was haben wir denn?

Rheinischer Kartoffelsalat wird wohl dadurch „rheinisch“, dass der Mayo enthält, Gewürzgürkchen, Zwiebeln und Ei. Das ist eine klassische Kombination, wie ich sie auch bevorzuge und kenne. Hat auch eine Art Nostalgie-Faktor „a la Oma“. In diesem Produkt von Merl bekommen wir also 500 g Kartoffelsalat in der praktischen Plastikschüssel, die man direkt so auf den Tisch stellen kann, da sie nicht einfache eine unschöne eckige Plastik Box ist. Spart Arbeit, Wasser, Spülmittel, Handcreme für die durch Spülmittel angegriffenen Hände, Trockentücher, Handtücher, Schwämme… ach und die ganze Welt ist einfach gerettet 😉

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Rheinischer Kartoffelsalat

Ob man zwangsläufig eine gute „Party“ hat, wenn man den (ebenfalls 500 g) „Partysalat“ auftischt weiß ich zwar nicht, aber gut ankommen wird er sicherlich. Wenn Mayo, Möhren und Kohl irgendwo drin sind, kann es ja kaum verkehrt sein. Ebenfalls 500 g und ebenfalls in netter Plastikschüssel.

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Partysalat

Zutaten/Nährwerte

Folgend könnt ihr euch die Zutaten und Nährwerte anhand der Bilder angucken.

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Zutaten und Nährwerte Kartoffelsalat

Der Kartoffelsalat enthält eine ordentliche Menge Kartoffeln und eine gute Menge Mayonnaise, was die Erwähnung des Rapsöls (löblich die Verwendung von diesem guten Öl) verdeutlicht. Eier und Gewürzgürkchen sind erwartungsgemäß auch drin, wobei sie hier wohl eher der „Gesamtwürze“ dienen, da deren Anteil geringer ist. Ist ja schließlich auch kein Eiersalat oder Gurkensalat. Etwas schade ist die Verwendung von Aromen. Gut hingegen ist, dass hier kein Chemiebaukasten enthalten ist, wie es bei vielen Fertigprodukten der Fall ist.

Die Nährwerte sind für Kartoffelsalat typisch. Der gute Anteil Mayonnaise sorgt für den Geschmack aber natürlich auch für einen hohen Fettgehalt – umso besser, dass kaum die ungesunden gesättigten Fettsäuren enthalten sind. Pauschal könnt ihr euch übrigens folgendes merken: Je „fester“ ein Fett ist, desto ungesünder ist es. Siehe Palmin, Butter, Margarine, Öle. Von fest nach weich. Warum das so ist erspare ich euch. Hat aber u.a. was mit den cis/trans-Bindungen in der Carbonkette der Triglyceride zu tun. Nur so als „Randwissen“ 😉

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Zutaten und Nährwerte Partysalat

Der Partysalat ist eine Art „Gemüsesalat“, der neben Weißkohl vor allem Karotten, Sellerie und Mais enthält. Die Basis ist ebenfalls wieder Mayonnaise. Im Gegensatz zum Kartoffelsalat sind hier Verdickungsmittel enthalten, die aber hier durchaus Sinn machen. Kohl, Sellerie und Karotten sind „feuchtere“ Lebensmittel als die gekochte Kartoffel, so dass hier durch den Zusatz die dickliche Konsistenz bewahrt und eine Verwässerung verhindert wird. Der Zusatz von Zucker macht das Ganze süßlich und passt hervorragend zu Mais und Karotte.
Beide Salate enthalten keine Konservierungsmittel.

Geschmack/Test

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Kartoffelsalat mit Wurst 2.0.

Was passt zu einem Kartoffelsalat besser als eine Bockwurst/ein Wiener Würstchen o.ä.? Genau, nichts! Also nimmt man eine ansehnliche Deko-Platte oder Teller, kredenzt den Salat mit Bockwurst und Klischee-Gemüse und hat ein optisches Festessen.
Und da der Salat auch noch gut schmeckt, kann ich euch hier direkt sagen: Jap, könnt ihr kaufen!

Mir hat besonders die Konsistenz der Kartoffelscheiben gefallen. Es wurden kleine Kartoffel genommen, so dass man optisch ansprechende kleine Scheiben hatte, die trotz der Dünne einen guten Biss aufwiesen. Die Gewürzgürkchen waren in Stückchen enthalten und gaben einen gelegentlichen „Knack.

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Gürkchen gehen immer!

Essig und Senf verliehen dem klar nach Mayonnaise schmeckendem Salat eine säuerliche Note. Das Ei diente eher der Würze, war geschmacklich weniger wahrnehmbar, aber erfreulicherweise in relativ großen Stücken enthalten, was ebenfalls der Optik diente. So sieht es etwas mehr nach hausgemacht aus. Streut etwas Grünzeug drauf und verkauft es als Sterneessen 😉

Und wer es ganz besonders stilvoll haben will, der macht die Rollos runter, nimmt einen Esslöffel, die Schale Kartoffelsalat auf den Schoß, macht die Glotze an und denkt sich „ihr könnt mich alle mal, ich lasse es mir jetzt gut gehen“. „Terminator“ für den Mann oder „Dirty Dancing“ für die Frau und ein Pott Kartoffelsalat – Soulfood, Essen für die Seele.
Guten Appetit!

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Nur was für die „Wahrhaftigen“: Kartoffelsalat mit Esslöffel und Fernseher

Der Partysalat gefällt mir vllt. sogar noch etwas besser als der Kartoffelsalat. Das Gemüse ist einfach wunderbar knackig und überhaupt nicht labberig, wie man es oft aus Fertig-Produkten kennt. Die Süße passt perfekt in den Salat und muss auch einfach sein. Geschmacklich ist der Salat milder, weniger Essig-lastig. Die Maiskörner sind ein optisches „i-Tüpfelchen“.

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Optisch „lecker-knackig“

Ich muss euch sagen, es fällt schwer nicht einfach die ganze Schüssel auf einmal zu verputzen. Das Zusammenspiel der Zutaten passt, sorry, wie A auf E. Und das ist gut so!

Übrigens eignet sich der Salat vllt. sogar noch besser als Füllung für Wraps, als wie pur. Schaut euch mal die folgende Bilderserie an. Ich nahm Kassler-Aufschnitt. Aber auch Schinken und Käse o.ä. würden perfekt passen. So kann man mit dem „Partysalat“ den perfekten „Party“-Snack zubereiten.

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Nehmt einen Wrap oder flaches arabisches Fladenbrot
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Partysalat auf Wrap/Fladenbrot verteilen, belegen und einrollen
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Na, wenn das nicht gut aussieht!

Fazit

Wenn ihr kein Bock habt was selbst zu machen, keine Zeit habt oder einfach stinkend faul seid, so kann ich euch sagen: Kein Problem, greift ins Kühlregal und kauft euch die Merl-Salate. Beide sind lecker, optisch ansprechend und zeugen von Qualität. Lediglich das zugesetzte Aroma beim Kartoffelsalat stört etwas, aber heutzutage ist das ja fast schon Gang und Gäbe, weswegen wir hier mal ein Auge zudrücken – sind ja wenigstens leckere Aromen 😉

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FoodLoaf

Biochemiker, examinierter Altenpfleger, Burger-Creator, Foodblogger, TPP Specialist Wer was wissen will muss fragen!

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